Kammerjäger mit Herz Das große Krabbeln

Hauptverdächtiger für die Aufträge des Kammerjägers: Die Schabe oder Kakerlake. Foto: Binder

Traumberuf Kammerjäger? Kurz verzieht Siegfried Limbrunner das Gesicht. Dann schmunzelt er über den Rand seiner Kaffeetasse hinweg, überlegt einen Augenblick: "Naja, Traumberuf", sagt er. "Wobei ... doch. Ich könnt's mir net anders vorstellen. Ich helfe den Leuten wirklich gerne." Seit über 30 Jahren rückt der Pösinger regelmäßig aus, um Kakerlaken, Mäuse, Ratten oder Flöhe zu jagen. Er ist der einzige zertifizierte Schädlingsbekämpfer im Landkreis Cham. Und eins ist ihm bei seiner Tätigkeit ganz wichtig: Die Giftkeule ist die allerletzte Wahl. "Ich will kein Viecherl töten, wenn es nicht sein muss", betont er. "Lieber fahr' ich die Maus zurück in den Wald."

Kammerjäger. Eigentlich sagt man das doch nicht oder? "Mei, freilich heißt es offiziell Schädlingsbekämpfer - aber wir sind in Bayern, da hat sich das halt so eingebürgert, das passt schon." Siegfried Limbrunner ist entspannt. Seit über 30 Jahren übt er nun seinen Beruf aus und hat schon einiges erlebt. Tausende Kakerlaken, Mäuse oder Ratten musste er schon für seine Kunden - oft Betriebe, immer wieder auch Privatleute - einfangen. Mittlerweile ist er 72 Jahre alt und auch wenn die Nachfolge in seinem Betrieb gesichert ist: Er denkt noch nicht ans Aufhören. "Nur daheim sitzen, das könnt ich mir nicht vorstellen."

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