Junge Kirche Prayerfestival – Religion feiern

Christina Wurm (19) aus Straßkirchen, Lukas Gahleitner (19) aus Welsin Österreich, Sabrina Albrecht (16) aus Altenthann und Katharina Schmid (16) aus Arrach (von links) in der Freistunde-Redaktion. Foto: Florian Wende

Immer mehr junge Katholiken sind begeistert von Gebetskreisen und Prayerfestivals. Warum das so ist, haben uns Sabrina, Katharina, Christina und Lukas erklärt.

Der Glaube gehört zu ihrem Alltag. Sie reden darüber, lesen in der Bibel, besuchen Gottesdienste. Sabrina, Katharina, Christina und Lukas. Vier junge Menschen aus unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Freunden. Als sie sich in der Freistunde-Redaktion zum ersten Mal begegnen, merkt man, dass sie eine Sache eng verbindet: Sie sind katholisch. Jedoch nicht verkrampft und demütig, sondern offen und aufmerksam. Sie kommen sofort ins Gespräch, erzählen von ihren Erfahrungen im Gebetshaus Augsburg und bei Gebetskreisen. Stefan Meyer, erster Vorsitzender der Katholischen Erwachsenenbildung Straubing, hat sie zusammengebracht. Er kennt sie von Treffen im Gebetshaus Augsburg.

Die Angebote des Ehepaars Jutta und Johannes Hartl, einem katholischen Theologen, finden alle einzigartig. Denn sie waren öfter auf der Mehr-Konferenz, einem Event mit über 11.000 Teilnehmern aus verschiedenen Glaubensrichtungen. „Hier wird nicht von oben herab gepredigt“, sagt Sabrina. Katharina ergänzt: „Wir hören spannende Vorträge, in denen Referenten berichten, wie Bibeltexte in unser Leben wirken. Wir singen Lieder, die mitreißen.“ Das Gebetshaus Augsburg bietet auch Live-Streams sowie Beten rund um die Uhr in einem speziellen Raum.

Unter www.gebetshaus.org ist zu lesen: Es zählt nur der Blick auf Gott, der hier erfahrbar ist.

Christina Wurm (19) aus Straßkirchen, Lukas Gahleitner (19) aus Wels in Österreich, Sabrina Albrecht (16) aus Altenthann und Katharina Schmid (16) aus Arrach (von links) in der Freistunde-Redaktion. Foto: Florian Wende

„Den Glauben gut rüberbringen“

Wie steht das Bistum Augsburg zu der Einrichtung, die sich seit 2005 als geistliches Zentrum sieht und besonders junge Menschen ansprechen will? Man habe das Gebetshaus prüfen lassen, heißt es in einer Erklärung. Dort werde nichts verkündet, was im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche stehe. Ein Bischöflicher Beauftragter begleitet den Verein Gebetshaus. Katharina, Sabrina, Lukas und Christina kritisieren die Amtskirche nicht. Aber sie wünschen sich mehr Priester, die „den Glauben gut rüberbringen“. Viele ihrer Freunde sind nicht gläubig. „Manchmal gibt es blöde Kommentare“, sagt Katharina. „Aber ich bin doch nicht uncool, weil ich katholisch bin.“ Auf der Suche nach Gott haben die Vier ihre Kraftquellen gefunden. Lukas ist sich sicher: „Es braucht Orte, an denen man Gott begegnen kann. Das muss nicht eine traditionelle Kirche sein.“

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