Am 12. Januar 1722 erblickte Johann Nikolaus Luckner in Cham das Licht der Welt. Allzu lange - das muss man zugeben - blieb er nicht in seiner Geburtsstadt. Trotzdem ist der spätere Marschall von Frankreich 300 Jahre danach in Cham allgegenwärtig. Die Stadt ruft für 2022 zum Jubiläum nun ein Luckner-Jahr aus und feiert den berühmten Sohn der Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen. Auch die Panduren kommen - diesmal in friedlicher Absicht.

Ob sie sich einmal begegnet sind, Graf Luckner und Franz von der Trenck? Bekannt ist davon nichts. Doch beide sind Zeitgenossen im 18. Jahrhundert. Einer Zeit, die das heutige Cham besonders geprägt habe, sagt Petra Jakobi. Die Kulturreferentin der Stadt hat zusammen mit Galerie-Leiterin Anjalie Chaubal und Archivar Timo Bullemer die Organisation des Luckner-Jahres übernommen. Die Idee und viele Vorschläge hatte bereits die Arbeitsgemeinschaft Chamland unter Federführung von Stadtrat Stefan Schönberger eingebracht. Die inzwischen konkreter gewordenen Pläne präsentierte Jakobi in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.