Jubiläum der Jugend-Zeitung Blick auf die Welt und das Leben

, aktualisiert am 17.09.2021 - 06:18 Uhr

Welche Werte sind jungen Menschen wichtig? Was erwarten sie in der Zukunft? Diese Antworten geben Studien der vergangenen zehn Jahre. 

Ob wir die Probleme von heute je lösen, ist unklar. Es zu versuchen, liegt an der jungen Generation. Darum lohnt es, nachzufragen, wie Jugendliche sich die Zukunft vorstellen.

Die Shell-Jugendstudie misst den Optimismus unter jungen Menschen. Der ist seit Jahren hoch. 2010 waren rund 60 Prozent der Befragten zuversichtlich. 2019 ist das Ergebnis ähnlich. Und das, obwohl heute wie damals vieles verunsichert. 2008 bis 2009 erschütterte die Finanzkrise, seit dem Frühjahr 2020 beherrscht Corona unseren Alltag. Wetter-Katastrophen treffen Menschen in ganz Europa. Trotzdem erwartet die Jugend keine düstere Zukunft.

Dabei ist klar: Die Jugend läuft mit keiner rosaroten Brille durchs Leben. Sie wird kritischer und will die Zukunft gestalten. Politisches Engagement war 2010 knapp einem Viertel der Jugendlichen wichtig, neun Jahre später 34 Prozent.

Was braucht es, damit diese Zukunft gut wird? Die Antwort ist heute anders als vor einem Jahrzehnt. Arbeit und Karriere hatte 2006 noch für über zwei Drittel der jungen Leute einen wichtigen Stellenwert, 2015 noch für rund 50 Prozent. Denn die Einstellung zum Leben wandelt sich. In einem Kommentar zur Studie 2010 heißt es: „Im Zentrum steht der persönliche Erfolg“. Ein hoher Lebensstandard ist für die Befragten seither immer unwichtiger. Neue Priorität hat die Umwelt.

Es tut sich also was: Junge Menschen behalten ihren guten Mut, sehen aber, was schiefläuft und wollen das ändern. Der Planet ist ihnen sogar wichtiger als Karriere.

Von Matthias Keck

 

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