Jubel in Regensburg Eisbären machen Playoff-Finaleinzug klar

Mit einem klaren 7:1-Erfolg am Ostermontag haben die Eisbären Regensburg die Halbfinal-Serie gegen Hannover für sich entschieden. Foto: Andreas Nickl

Jubel bei den Eisbären Regensburg! Nachdem die Oberpfälzer im Playoff-Halbfinale bei den Hannover Scorpions am Karsamstag vor 1.233 Zuschauern durch die 2:3-Niederlage noch den ersten Matchpuck vergeben hatten, machten sie im zweiten Anlauf alles klar. Vor 2.980 Besuchern in der Donau-Arena sorgte ein klarer 7:1-Erfolg am Ostermontag für den Finaleinzug. Zum Aufstieg in die DEL2 fehlen dem Oberligisten ab Freitag nun also noch drei Siege.

Den Scorpions klebt schon seit Wochen das Pech an den Schlittschuhen und dies setzte sich in den Playoffs nahtlos fort. Es blieben nur fünf Verteidiger und neun Stürmer übrig für die harte Aufgabe in der Domstadt am Montag. Den Eisbären standen wieder die vier Reihen zur Verfügung, mit einer Änderung. Weil Andre Bühler passen musste, rückte Nico Kroschinski wieder in den Kader.

Der personelle Vorteil der Regensburger wirkte sich spürbar auf das Spielgeschehen aus, denn die Eisbären konnten den Scorpions mit Tempo und Offensivpower immer öfter Probleme bereiten. Dies führte dann auch zunehmend zu Fouls und Strafen, was spätestens im zweiten Drittel zur Vorentscheidung führte. Vor der ersten Pause ergaben sich drei Regensburger Powerplay-Chancen, die zumindest für einen Treffer reichten. Andrew Schembri fälschte einen Schuss von Marvin Schmid ab. Bis Mitte der Partie blieb es bei dem knappen Vorsprung und die Gäste konnten noch hoffen, irgendwie durch einen Konter oder einen guten Angriff zurückzukommen.

Frühe Entscheidung

Doch dann leisteten sie sich innerhalb von vier Minuten drei Fouls und mit nachlassenden Kräften konnten sie mit einem oder gleich zwei Mann weniger nicht mehr dagegenhalten. Zweimal nahm Richard Divis Maß und danach setzte Schembri den Nachschuss unter die Latte. Drei Minuten und 17 Sekunden lagen zwischen dem 2:0 und dem 4:0. Damit war sowohl das Spiel als auch die Serie letztlich schon entschieden.

Für die Eisbären ging es noch darum, ein zweites Mal zu Null zu spielen und möglichst keine Verletzung zu riskieren. Das erste Ziel wurde nicht erreicht, weil man zwar souverän die Scheibe laufen ließ und der Gegner nicht mehr den Eindruck machte, noch was reißen zu können. Doch das Angebot einer doppelten Überzahl nahmen sie durch Christoph Koziol dann doch dankend an.

Frust bei den Scorpions

In der 53. Minute machte Schembri dann seinen Hattrick perfekt - mit einer Premiere an diesem Abend, denn es war das erste Tor bei Gleichzahl auf dem Eis. Gästetrainer Dieter Reiss griff trotz der aussichtslosen Rückstands in der 55. Minute zum letzten Mittel und nahm seinen Keeper vom Eis. Das Resultat war das 6:1 von Tomas Plihal ins verwaiste Gehäuse. Die ganze Situation führte bei den Niedersachsen zu einen gehörigen Portion Frust, der sich wenig später dann entlud. Victor Knaub kassierte als Übeltäter für seinen Stockcheck eine Matchstrafe, dazu wanderten auf beiden Seiten noch je drei Mann wegen diverser Kämpfe auf die Strafbank.

Schembri hatte noch Spaß und so setzte er mit dem 7:1 auch den Schlusspunkt. Jetzt kann man kurz regenerieren und abwarten, ob am Freitag die Reise nach Memmingen geht oder man zu Hause die Hannover Indians empfängt.

Eisbären Regensburg - Hannover Scorpions 7:1 (1:0, 3:0, 3:1)

Regensburg: Berger - Heider, Gulda; Weber, Schlauderer; Schütz, Schiller; Kroschinski, Wagner - Divis, Gajovsky, Ontl; Flache, Keresztury, Heger; Schembri, Schwamberger, Schmidt; Plihal, Schmid, Stöhr
Hannover: Preuß - Reiß, Heinrich; Raabe, Pietsch; Ross- Klöpper, Koziol, Kabitzky; Gron, Trattner, Knaub; Just, Hammond, Reichel
Tore: 1:0 (09:51) Schembri(Schmid 5-4), 2:0 (32:27) Divis(Plihal, Schembri 5-4), 3:0 (34:58) Divis(Weber 5-3), 4:0 (35:44) Schembri(Plihal, Gajovsky 5-4), 4:1 (48:07) Koziol(Gron, Hammond 5-3), 5:1 (52:02) Schembri(Schmidt, Schütz), 6:1 (55:05) Plihal(Schwamberger 5-6 EN), 7:1 (56:30) Schembri(Plihal, Divis 5-4)
Schiedsrichter: Vladislav Gossmann(Augsburg)/ Daniel Harrer(Rosenheim)
Strafminuten: Regensburg 12- Hannover 22 + Matchstrafe(Knaub)
Zuschauer: 2980

 
 
 

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