Jahrhundert-Produkt "Vater" des Ü-Ei gestorben

Die Jahrhundert-Erfindung Überraschungs-Ei begeistert seit rund 45 Jahren Kinder und Sammler. Der "Vater" des Ü-Ei ist nun verstorben. Foto: Monika Skolimowska, dpa

Ein kleines Geschenk, handlich und preiswert: So kennen Kinder und Eltern das Überraschungs-Ei. Der Erfinder, William Salice, starb nun im Alter von 83 Jahren in Italien.

Ganze Generationen bekamen nach Wocheneinkauf die kleine Süßigkeit mit dem faszinierenden Innenleben als Mitbringsel von der Mama überreicht. 1960 war der Erfinder des Ü-Ei, der Italiener William Salice, gemäß Angaben der ARD, in die Firma Ferrero eingetreten und wurde dort zu einem der engsten Mitarbeiter des Unternehmenschefs Michele Ferrero. 1972 brachte die Firma erstmals ihre Überraschungseier auf den Markt.

Durch die geniale Idee von William Salice, die Schokoeier zu normieren, mit kleinem Spielzeug zu "füllen" und in eine Plastikkugel zu packen, gelang es der Firma, ein Saisonprodukt nun das ganze Jahr über zu verkaufen. Denn vor der Erfindung hatte das Unternehmen nur zu Ostern Schokoladeneier an die Kunden gebracht. Trotz kritischer Stimmen, die warnten, dass das Spielzeug eine Gefahr für kleinere Kinder darstellen könnte, wurde das Ü-Ei schnell zum Klassiker. Was sich ursprünglich wohl niemand hatte vorstellen können: Das Spielzeug war nicht nur bei Kindern beliebt, sondern auch bei Erwachsenen - weltweit nahm die Anzahl der Sammler stetig zu, für manches Spielzeug wurden horrende Summen auf Tauschbörsen gezahlt.

Über die Jahre wurde die Produktpalette rund um die Überraschungseier erweitert. Es kam etwa das Ü-Ei für Mädchen hinzu - ein Produkt, für das der Konzern nicht nur gelobt wurde. Es gab Kritiker, die der Firma vorwarfen, mit Geschlechterklischees Geld verdienen zu wollen.

Erfinder Salice starb nun an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wird laut tagesschau.de in einem kleinen Dorf in der Nähe von Pavia beigesetzt.

 
 
 

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