Jahn-Stürmer im Interview Adamyan: "Nichts spricht gegen eine Zukunft beim Jahn"

Ein absolutes Highlight für Sargis Adamyan (links) war der 5:0-Erfolg beim Hamburger SV, zu dem er drei Treffer beigesteuert hat. Foto: imago

Acht Tore, sieben Vorlagen – zur Winterpause ist Sargis Adamyan nicht nur der Topscorer des SSV Jahn Regensburg, sondern zählt auch ligaweit zu den vier erfolgreichsten Spielern. Nicht zuletzt durch seinen Dreierpack beim 5:0-Sieg beim Hamburger SV hat der Armenier für Aufsehen gesorgt. Im idowa-Interview spricht der 25-Jährige über seine persönliche Bilanz, die bisherige Saison und seine Zukunft beim SSV Jahn.

Herr Adamyan, die ersten Trainingseinheiten des neuen Jahres sind vorbei. Wie sind Ihre Eindrücke?
Sargis Adamyan: Sehr gut. Das Wichtigste ist, dass alle fit und gesund sind. Die kurze Pause hat zwar gut getan, aber das Training macht wieder Spaß und man freut sich, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen.

Zu Beginn der Vorbereitung werden die Einheiten bewusst länger gestaltet, damit auch der Ausdaueraspekt berücksichtigt wird. Hand aufs Herz: Spüren Sie abends auch mal Ihre Knochen?
Adamyan: (lacht) Ja, die spürt man schon. Nach den ersten beiden Trainingstagen lag ich abends auf der Couch, war geschafft und bin auch mal eingenickt. Aber das gehört in der Vorbereitung einfach dazu. Die harte Arbeit macht uns nur noch stärker.

Zwei Wochen hatte die Mannschaft über Weihnachten und Neujahr frei. Wie haben Sie die Zeit genutzt?
Adamyan: Ich war in Hamburg bei meiner Familie und in Ostfriesland bei der Familie meiner Freundin. Da konnte ich gut abschalten und die Zeit hat sehr gut getan. Da ich auch für die armenische Nationalmannschaft unterwegs war, hatte ich nochmal mehr Belastung, das habe ich am Ende schon gemerkt.

War auch Zeit, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen?
Adamyan: Klar denkt man darüber einmal nach. 2018 war ein Top-Jahr für uns mit dem Klassenerhalt und der guten Hinrunde diese Saison.

Mit dem 5:0-Erfolg beim Hamburger SV, als Sie als dreifacher Torschütze glänzten, dürfte Ihnen ein absolutes Highlight ebenfalls nochmal durch den Kopf gegangen sein, oder?
Adamyan: Ja, das war ein sehr besonderes Spiel. Meine Familie kommt aus Hamburg und war bei dem Spiel. Dass wir als Jahn 5:0 beim HSV gewinnen, hätte davor sicherlich niemand gedacht. Es war einfach ein schönes Erlebnis.

Wie blicken Sie insgesamt auf die bisherige Saison zurück?
Adamyan: Die Vorrunde war sehr erfolgreich und mit den bisher erreichten 26 Punkten können wir zufrieden sein. Aber wir dürfen auf keinen Fall den Fehler machen und uns darauf ausruhen. Wir haben in dieser Saison noch nichts erreicht und müssen genauso weitermachen.

Sie sind bislang bester Scorer des Jahn und haben Ihre Werte aus der vergangenen Saison schon zur Winterpause übertroffen. Was macht Sie in dieser Spielzeit so stark?
Adamyan: Wirklich erklären kann ich es mir tatsächlich selbst nicht. Ich habe sicherlich unsere Spielphilosophie noch besser verinnerlicht und habe dadurch mehr Aktionen. Dazu kommen ein gesundes Selbstvertrauen sowie das Umfeld mit der Stadt Regensburg und dem Verein. Ich fühle mich beim Jahn einfach wohl.

Oft heißt es, das zweite Jahr nach einem Aufstieg sei immer das schwierigere. Beim Jahn und bei Ihnen hat man nicht das Gefühl.
Adamyan: Das sagt man immer, ja. Aber von solchen Aussagen lassen wir uns gar nicht beeinflussen. Wir haben uns als Mannschaft weiter verbessert. Ein wichtiger Faktor ist mit Sicherheit unsere Mentalität, einfach nie aufzugeben. Das sieht man nicht zuletzt daran, wie oft wir nach einem Rückstand noch gepunktet haben.

Was wird nun wichtig, um das aktuelle Level zu halten, oder sich weiter zu verbessern?
Adamyan: Wir tun gut daran, gar nicht zu weit in die Zukunft zu schauen. Am besten ist es, von Woche zu Woche zu denken und im Training einfach Gas zu geben. Dann bin ich sehr positiv gestimmt für die restliche Saison und bin mir sicher, dass wir weiter Spaß haben werden.

Inwieweit hilft der große Kader mit 25 Feldspielern?
Adamyan: Sicher, Konkurrenzkampf ist immer gut und wichtig. Jeder einzelne muss immer versuchen, noch mehr zu machen, damit er seinen Platz behält oder in die Mannschaft kommt. Davon profitiert letztlich die gesamte Mannschaft.

Sie sind in einem guten Alter, spielen eine starke Saison. Gibt es Überlegungen, nach der Saison den nächsten Schritt zu machen? Oder, anders gefragt: Was spricht für eine Zukunft beim Jahn?
Adamyan: Ich fühle mich mit meiner Freundin in Regensburg super wohl. Mir macht es riesig Spaß beim Jahn und ich habe meinen Vertrag im Sommer nicht einfach so bis 2021 verlängert. Es spricht nichts gegen eine Zukunft beim Jahn.

 

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