Jahn-Gegner im Interview Maximilian Bauer: "Der Jahn macht aus wenig richtig viel"

Der Niederbayer Maximilian Bauer im Trikot der SpVgg Greuther Fürth. Am Sonntag empfangen er und seine Teamkameraden den SSV Jahn Regensburg. Foto: imago

Am Sonntag reist der SSV Jahn Regensburg zur SpVgg Greuther Fürth. Der Fürther Innenverteidiger Maximilian Bauer blickt im Interview voraus.

Schon über sechs Jahre ist der gebürtige Niederbayer Maximilian Bauer mittlerweile bei der SpVgg Greuther Fürth. Von der Jugend der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf schaffte er den Sprung in den Nachwuchs des Zweitligisten. Dort legte er eine prächtige Entwicklung hin – und ist nun Teil des Profiteams.

Im idowa-Interview spricht der 20-Jährige über den guten Fürther Saisonstart, seinen Kontakt in die Heimat und zollt dem Jahn Respekt für die Leistungen der vergangenen Jahre.

Herr Bauer, die SpVgg Greuther Fürth belegt aktuell den dritten Platz. Wie erklären Sie sich den guten Saisonstart?
Maximilian Bauer: Das hat mit der Vorbereitung angefangen, in der wir sehr gut gestartet sind und gegen höherklassige Vereine wie Mönchengladbach gewonnen haben. Den Schwung haben wir dann in die Saison mitgenommen. Hinzukommt, dass wir eine sehr gute und homogene Mannschaft haben.

Dabei haben Sie aus den ersten vier Spielen nur drei Punkte geholt. Was haben Sie in den letzten Partien besser gemacht als ganz zu Beginn der Saison?
Bauer: Eigentlich nur die Chancenverwertung. Wir haben in den ersten Spielen auch schon gut gespielt, aber wir haben die Tore nicht gemacht. In den letzten drei Spielen haben wir uns belohnt und die Tore gemacht und meiner Meinung nach auch verdient gewonnen.

Gegen Bochum standen nur Spieler in der Startelf, die mindestens schon ein Jahr in Fürth sind. Auch ein Grund dafür, warum es aktuell so gut läuft?
Bauer: Natürlich kann das auch ein Grund sein. Aber ich denke, wenn wir Neuzugänge haben, werden die auch gleich gut ins Team integriert. Wir haben allgemein eine sehr homogene Mannschaft, ein sehr junges Team. Da ist es dann für Neuzugänge noch leichter, sich auf Anhieb wohlzufühlen.

Mit Mergim Mavraj haben Sie einen sehr erfahrenen Innenverteidiger-Kollegen im Team, der auch schon Bundesliga gespielt hat. Wie ist der Austausch, was können Sie von ihm mitnehmen?
Bauer: Für mich ist es richtig wichtig, dass Mergim da ist. Wir haben neben Mergim und mir noch zwei andere Innenverteidiger im Team, die auch sehr jung sind. Mergim hat extrem viel Erfahrung und hilft uns sehr. Er spricht viel mit uns und man kann viel von ihm lernen.

Zum Beispiel?
Bauer: Seine Coolheit, sein Aufbauspiel, seine Präsenz. Das macht er alles richtig gut.

Sie haben sich einmal als „niederbayerischen Dickschädel“ bezeichnet. In welchen Situationen wird das sichtbar?
Bauer: Schwierig zu sagen. Da müsste man eher meine Eltern oder meinen Opa fragen, die könnten die Frage besser beantworten. Vielleicht, wenn ich zuhause beim Karten spielen verliere. Da bin ich ein schlechter Verlierer.

Im Alter von 14 Jahren sind Sie von Deggendorf nach Fürth gewechselt. Wie sah über die Jahre hinweg der Kontakt in Ihre Heimat aus?
Bauer: Ich bin auch jetzt noch richtig oft zuhause, wie beispielsweise vor Kurzem in der Länderspielpause. Ich schaue immer, dass ich so oft wie möglich heimfahren kann, weil es für mich noch immer Heimat ist. Da bin ich aufgewachsen, da fühle ich mich wohl. Ich habe auch noch immer die gleichen Freunde wie damals.

Wie schwierig war damals im Jugendalter der Schritt weg von zuhause und hin zur Spielvereinigung?
Bauer: Klar, es war nicht ganz einfach. Aber man geht weg mit dem Traum, Fußballprofi zu werden. Ich wurde in Fürth richtig gut aufgenommen, das war und ist alles höchst professionell. Wenn man beispielsweise jemanden zum Reden brauchte, musste man nur zum Internatsleiter gehen.

Am Wochenende geht's für Sie gegen den SSV Jahn. Regensburg ist eine Autostunde von Ihrem Heimatort entfernt. Wie haben Sie den Verein in den letzten Jahren wahrgenommen?
Bauer: Ich denke, dass dort aus wenig richtig viel gemacht wird. Sie machen es dort richtig gut und stehen auch meistens gut da in der Tabelle. Da muss man schon Respekt zollen, dass sie mit wenigen finanziellen Mitteln so gute Tabellenplätze erreichen.

Am 5. Spieltag haben Sie verletzt gefehlt, am 6. Spieltag nicht gespielt, am 7. Spieltag kamen Sie auf 18 Minuten Spielzeit. Greifen Sie nun nach der Länderspielpause wieder voll in Richtung Startelf an?
Bauer: Das kann man jetzt noch nicht sagen. Letztlich ist es die Entscheidung des Trainers. Paul (Jaeckel, weiterer Fürther Innenverteidiger, Anm. d. Red.), der zuletzt gespielt hat, hat seine Sache richtig gut gemacht. Wir sind alle sehr jung, jeder hat seine Stärken und jeder hat es verdient zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von uns über die Saison hinweg auf seine Einsatzzeiten kommen wird.

 

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