Jahn-Gegner im Interview HSV-Keeper Sven Ulreich: "Jedes Spiel ist harte Arbeit"

Spielt mit dem Hamburger SV am Sonntag gegen den SSV Jahn Regensburg: Torhüter Sven Ulreich. Foto: Beautiful Sports/imago

Nach der Mini-Winterpause bekommt es der SSV Jahn Regensburg gleich mit einem namhaften Gegner zu tun. Am Sonntag (13.30 Uhr) ist das Team von Trainer Mersad Selimbegovic beim Hamburger SV zu Gast. Die Norddeutschen belegen aktuell den zweiten Tabellenplatz. Torhüter Sven Ulreich, der im Oktober vom FC Bayern München in die Hansestadt gewechselt ist, sieht den HSV auf einem guten Weg - und Verbesserungspotenzial in der Defensive, wie er idowa erklärt.

Herr Ulreich, wie schätzen Sie die bisherige Saison des HSV ein?
Sven Ulreich: Wir haben einen sehr guten Start in die neue Saison hingelegt und nach zwischenzeitlich etwas schwächeren Spielen zuletzt wieder eine stabile Performance gezeigt. Die zweite Liga ist eine sehr eng besetzte Liga, jedes Spiel ist harte Arbeit. Ich sehe uns insgesamt auf einem guten Weg.

Wo sehen Sie sportlich noch Luft nach oben?
Ulreich: Wir haben das Potential, defensiv noch aufmerksamer zu sein und weniger Fehler zu machen. In der Offensive haben wir die Qualität in der Truppe, dass wir unsere Tore machen. Wenn wir hinten noch gefestigter stehen, wird es für die anderen Teams gegen uns noch schwieriger. Da haben wir in den letzten Wochen schon einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, standen zuletzt kompakt - da sehe ich eine Entwicklung.

Wie war für Sie die Umstellung vom FC Bayern zum Hamburger SV?
Ulreich: Beim FC Bayern passiert natürlich alles auf einem extrem hohen Level, da ist jeder Vergleich unfair. Der HSV ist ein großer Verein, der ähnlich wie Stuttgart und München viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie hier gearbeitet wird und welche Voraussetzungen rund ums Team geschaffen wurden, das ist schon stark. Meine positiven Erwartungen sind absolut bestätigt worden. Im Spiel selbst ist der Unterschied für mich als Torwart vor allem, dass öfter Situationen entstehen, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Die zweite Liga ist ein Stück weit weniger vorhersehbar.

In Ihrer Zeit beim FC Bayern waren Sie Ersatzkeeper, nun sind Sie Stammtorwart. Wie unterscheiden sich die Rollen zwischen Ersatz- und Stammtorhüter?
Ulreich: Ich freue mich riesig über das Vertrauen des Trainerteams und darüber, dass ich meine Einsatzzeiten erhalte. Grundsätzlich empfinde ich uns Torhüter – egal, ob Ersatz- oder Stammtorhüter – aber als Team im Team, und es ist für den Erfolg der Mannschaft wichtig, dass man sich im Team versteht. Mir ist deshalb wichtig, dass man sich im Torwart-Team nie hängen lässt, sondern sich immer gegenseitig pusht und das Level hochhält. Das erlebe ich auch hier beim HSV so.

 

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