Italien Ferien in La Maddalena vor der Nordostküste Sardiniens

Auf La Maddalena gibt es traumhafte Strände. Foto: Ursula Angelika Küffner

Adele strahlt über das ganze Gesicht. Auch in der Nachsaison ist ihre Boutique gut besucht. Bald wird neue Ware bestellt, denn auch im Herbst und Winter, ist ihr Geschäft geöffnet. Adele wohnt im Paradies. Sie ist eine Einheimische auf La Maddalena, der Hauptinsel des "Parco Nazionale dell Archipelago di La Maddalena" und sie liebt ihre Heimat.

Die Inselgruppe zwischen Sardinien und Korsika gehört zu Italien und war lange Zeit ein Geheimtipp. Sie wurde in den letzten Jahren aber auch vom Pauschaltourismus entdeckt. Von Palau am Festland setzen während der Saison die Fähren im halbstündigen Rhythmus zur Hauptinsel La Maddalena in nur 15 Minuten über.

Ganz früh am Morgen hat sich schon eine ansehnliche Autoschlange am Hafen von Palau gebildet, dann gleich geht es los. Die erste Fähre nach La Maddalena liegt schon im Hafen. Erstaunlicherweise passen auch wirklich alle Fahrzeuge darauf und schon setzt sie sich in Bewegung. Entspannt kann man sich nun zurücklehnen, jetzt kann der Urlaub beginnen. Das Meer ist tiefblau und spiegelglatt, die Delfine, die hier im Archipel heimisch sind, lassen sich heute nicht blicken und bald darauf läuft das Schiff im Hafen von La Maddalena ein.

Kleine Läden laden zum Bummeln ein

Pastellfarbene Häuser, verschachtelt über dem Meer, durchzogen von schmalen Gassen mit vielen Treppen, blumengeschmückten Eingängen, der Ort La Maddalena hat sich für die Besucher herausgeputzt und die schmucke Hauptgasse lädt zum Bummeln ein.

Die vielen kleinen Läden mit hübschen Souvenirs und Kunsthandwerk verkaufen ihre Waren zu erschwinglichen Preisen, die netten Ladenbesitzer unterhalten sich gerne mit den Gästen, wie Adele in ihrem Taschenladen, und bald ist man bepackt mit mehreren Tüten und Taschen. Jetzt wäre eine Erfrischung recht. In den vielen Cafés ist immer ein schattiges Plätzchen frei und bei einem eisgekühlten Getränk beobachtet man dann in Ruhe das geschäftige Treiben.

Später steht eine Erkundungstour der Insel auf dem Programm. Auf der Panoramastraße, der Strada Panoramica, kann man bequem in einer Stunde die ganze Insel umrunden. Jetzt erwartet einen Natur pur und Traumstrände wohin man blickt.

Das Meer hat hier außergewöhnliche Farben vom dunklen Tintenblau über ein helleres Azurblau zum leuchtenden Türkis bis zum pastellfarbenen Hellblau. Immer wieder laden Buchten mit schneeweißem Sandstrand zum Baden und Schnorcheln ein und durch die Macchia geht es zu versteckt zwischen Felsen liegenden Ministränden. Oft findet man dazwischen kleine Ferienhäuser im dichten Grün der niedrigen Vegetation. Hier ist dann Relaxen pur angesagt, denn niemand stört die Ruhe.

Ein Ausflug zu den schönsten Stränden

Wer es noch einsamer liebt, fährt über den Damm, der La Maddalena mit der kaum bewohnten Nachbarinsel Caprera verbindet. Im Pinienhain des Eilandes verstecken sich urige Tavernen, in denen man verweilen kann und schmale Trampelpfade führen zu den schönsten Stränden des Archipels. Nicht umsonst hatte sich der italienische Nationalheld Giuseppe Garibaldi die Insel als Altersruhesitz auserkoren, der heute ein Museum ist.

Auch Adele zieht sich hierher gerne zurück. Während auf dem sardischen Festland an der Costa Smeralda im einen Steinwurf entfernten Hafenort Porto Cervo die Preise explodieren und sich arabische Prinzen, Oligarchen und Hollywood-Stars ein Stelldichein geben, ist hier, fernab der überteuerten Spielwiese der Superreichen, die Welt noch in Ordnung.

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