Seit den 1970er Jahren schützt der Staat jüdische Gemeinden ganz besonders. Doch die Maßnahmen scheinen nicht auszureichen. Ein Blick auf knapp 50 Jahre Gewaltabwehr.

Ein antisemitischer Anschlag in Deutschland - darauf war die Bundesrepublik 1972 nicht gefasst. Während der Olympischen Spiele in München töteten palästinensische Attentäter elf israelische Geiseln. Danach begann der Staat, jüdische Gemeinden besonders zu schützen. Synagogen galten nun als "Gefährdete Objekte". Anna Zisler, Leiterin der Kultusgemeinde Niederbayern in Straubing, sagt, die Polizei kenne den Feiertagskalender der Gemeinde schon seit Jahrzehnten und wisse, wann dort Veranstaltungen stattfänden. An diesen Tagen gelte Alarmbereitschaft.