Israel Wo das Meer die Wüste trifft

Das Besondere am Süden Israels ist seine Vielfalt. An einem Tag kann man mit einem Kamel durch die Wüste reiten und mit Delfinen im Roten Meer schwimmen. Foto: Christina Iglhaut

Israels Süden: Oasen, Canyons und neugierige Delfine hautnah

Und plötzlich plätschert ein Bach. Eine halbe Stunde dauert die Wanderung nun schon, sie führt durch kahle, staubige Steilwände eines Canyons, die Schatten spenden. Eine Gesteinswüste, wie sie typisch ist für Israel: Wind, Trockenheit, Hitze. Stille. Doch dann macht der Weg eine Kurve und dahinter ist alles anders. Vögel zwitschern, am Wegesrand grünen Büsche, Kaspernsträucher und Farne. Und inmitten von all dem rauscht der Bach. Er belebt diese Schlucht. Ohne ihn eine Wüstenlandschaft, mit ihm eine Oase.

"Der Negev ist die freundlichste Wüste der Welt", sagt Shahar Shilo, der Tourismus-Direktor für die Negev Highlands. Wenn in Europa der Winter herrscht, sprießen hier die Wüstenpflanzen. Der Nationalpark des Canyons von En Avdat überrascht die Wanderer mit seiner Landschaft, die Wind, Wetter und Wasser geformt haben. Der Naturpark liegt in der Nähe von Sde Boker, ein Kibbuz im zentralen Negev. Fast senkrecht ragen die Gesteinsschichten Richtung Himmel und ein Rinnsal durchzieht den unteren Bereich des Canyons. Das Wasser kommt aus einer natürlichen Quelle, die vier Felsen entspringt. Am Ende des Wanderweges, vom unteren Eingang im Norden zum südlichen Eingang oberhalb des Kraters, eröffnet sich ein großer Pool. Er wird von einem kleinen Wasserfall gespeist. Hinter dem Wasserfall klettert man die steile Felswand hinauf. In den Kalkstein sind dafür Stufen geschlagen. Der Aufstieg in der Felswand führt an Höhlen vorbei, die einst von Mönchen während der byzantinischen Periode bewohnt wurden. Man sollte schwindelfrei sein. Mit ein bisschen Glück kann man Ibexe, eine Steinbockart, und andere Wildtiere beim Trinken aus der Quelle beobachten. Oben angekommen wird man dann für den mühsamen Weg mit einem Blick auf die ganze Schlucht belohnt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 11. September 2018.

 
 

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