Türkisblau schimmert das Tote Meer in der orangefarbenen Herbstsonne. Kleine Wellen rollen sanft an das salzverkrustete israelische Ufer. Stille macht sich breit. Vor der Silhouette der jordanischen Berge schwebt eine Touristin über die Wasseroberfläche, entspannt streckt sie Hände und Füße in die Luft.

Hier am tiefsten begehbaren Punkt der Erde etwa 428 Meter unter dem Meeresspiegel scheinen die Gesetze der Physik außer Kraft. Tatsächlich aber ist es Salz, das die Urlauberin wie in der Schwerelosigkeit treiben lässt.

Mit einem Salzgehalt von rund 34 Prozent gehört das Tote Meer zu den salzhaltigsten Gewässern dieser Welt. Zum Vergleich: Der Salzanteil des Mittelmeers liegt bei etwa 3,8 Prozent. Durch den extrem hohen Salzgehalt steigt die Dichte des Wassers - und sorgt für Auftrieb bei den Badegästen. Untergehen? Unmöglich!

Dennoch ist Vorsicht geboten. Wer kleinere Kratzer und Wunden am Körper hat, muss bei Kontakt mit dem Salzwasser mit einem Brennen rechnen. Auch sollten Badegäste Totes-Meer-Wasser keinesfalls schlucken oder in die Augen bekommen. "Und niemals länger als 30 Minuten im Wasser bleiben", rät Karl Walter, israelischer Reiseleiter mit deutsch-rumänischen Wurzeln. "Zu langes Baden schadet eher, als es nützt."

"Auch Sonne und Luft am Toten Meer haben heilende Kräfte"

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. Januar 2018.