Investition in Straubing Erste Details zum Amazon Logistikzentrum am Hafen

Der Leitung des Straubinger Hafens hat jetzt erste Details zur Ansiedlung von Amazon in Straubing veröffentlicht. (Symbolbild) Foto: Ulli Scharrer

Zur Ansiedlung des neuen Logistikzentrums am Hafen Straubing-Sand sind erste Details bekannt geworden. Auf einem Grundstück von gut 37.000 Quadratmetern Fläche soll das Verteilzentrum am Straubinger Hafen gebaut werden. Laut offiziellen Angaben schafft der Onlinehändler rund 130 Arbeitsplätze direkt im Hafenumfeld, 350 weitere Jobs sollen für Fahrerinnen und Fahrer bei den Lieferpartnern von Amazon entstehen.

Laut einer Pressemitteilung der Hafenleitung wird der Immobilieninvestor Goodman 2021 für den Onlinehändler Amazon ein Verteilzentrum im Hafen Straubing-Sand errichten. Auf einem Grundstück mit etwa 37.200 Quadratmetern Fläche entstehen ein Logistikobjekt mit rund 9.500 Quadratmetern sowie ein Parkhaus mit etwa 26.500 Quadratmetern Geschossfläche, heißt es in der Mitteilung. Amazon wird demnach 130 direkte Arbeitsplätze im Hafen schaffen. Hinzu würden rund 350 Fahrerinnen und Fahrer kommen, die Lieferpartner von Amazon für die Auslieferung der Pakete einsetzen.

Beide Unternehmern feiern ihr erstes Vierteljahrhundert

Vor 25 Jahren startete der operative Betrieb des Hafens in Straubing-Sand. Und vor 25 Jahren begann auch Amazon mit einem Onlinebuchhandel seinen Weg zum E- Commerce-Weltmarktführer. Bei der Suche nach einem Standort für ein regionales Verteilzentrum fiel der Blick von Amazon nun auf den Hafen Straubing-Sand, der sich nach Angaben der Betreiber seit seiner Eröffnung als umschlagsstärkstes Güterverkehrszentrum in Niederbayern etabliert hat. Der Immobilieninvestor Goodman hatte im Hafen Straubing-Sand schon einmal 2007 eine Logistikhalle am Europaring errichtet und konnte Amazon von den Standortvorteilen dieses Güterverkehrszentrums überzeugen.

Laut Angaben von Goodman ist die Partnerschaft mit Amazon bewährt: Insgesamt 750.000 Quadratmeter Fläche und mehr als 12 gemeinsame Projekte habe das Unternehmen für Amazon in Deutschland realisiert.

E-Flotte und Pläne für das Weihnachtsgeschäft

Die Investition für die Immobilie werde von Goodman getätigt. Eine Besonderheit der Ansiedlung sei das starke Augenmerk auf ökologische Belange bei den Gebäuden und bei der Logistik. Hafen-Geschäftsführer Andreas Löffert bezeichnet die geplanten Standards laut Pressemitteilung als „vorbildlich“. Die Immobilie wird nach den Gold-Zertifikats-Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) geplant. Durch verdichtetes Bauen mit Parkhaus wird vergleichsweise wenig Fläche verbraucht. Und es wurde vereinbart, dass die Heizung mit nicht-fossilien Energiequellen erfolgt und das Dach für eine Photovoltaik-Anlage genutzt wird. Abgehende Transporte vom Straubinger Standort sollen laut Unternehmensangaben weitgehend mit einer Flotte von E-Fahrzeugen bewerkstelligt werden.

Sowohl Goodman als auch Amazon planen auch zeitlich mit ehrgeizigen Zielen: Das nächste Weihnachtsgeschäft könnte schon vom neuen Verteilzentrum im Hafen Straubing-Sand aus beliefert werden.

 
 
 

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