Interview "Über den Rand" Fernsehteam begleitete Auswanderung nach Kalifornien

Sie haben sich 2016 von einem Fernsehteam beim Auswandern begleiten lassen. Würden Sie das noch einmal so machen?

Es war eine super Erfahrung, es waren angenehme Drehs. Man sollte es aber nur machen, wenn man relativ gefestigt ist, weil die das Bild von dir rein theoretisch schon verzerren können. Aber in der Situation würde ich es rückblickend wieder machen, weil es spannend war und weil mir und meiner Familie es relativ egal ist, was andere über uns denken. Natürlich, wenn man dann mal die Kommentare im Netz so anschaut, da darf man nicht so sensibel sein. Und man darf halt nicht alles glauben, was im Fernsehen kommt.

Was hat Sie an „Goodbye Deutschland“ gestört?

Es ist in der Zwischenzeit so viel passiert, dass die Folge zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon gar nicht mehr aktuell war. Wenn du dann diese Inhalte siehst, bei denen du dir denkst, das ist schon ärgerlich. In den eineinhalb Jahren zwischen Dreh und Ausstrahlung ist so viel passiert, dass das Ganze eigentlich schon ein alter Hut ist. Das ist das einzige, was mich so richtig gestört hat.

Fitnesscoach, Buchautor, Referent und Unternehmensberater: Wie viel Zeit bleibt bei der ganzen Arbeit noch für Ihre Familie?

Es ist manchmal echt schwierig, den Spagat zwischen Familie und Beruf hinzubekommen, aber mit viel Organisationsarbeit klappt es schon so, dass wir alle glücklich sind. Das geht bei meinen Arbeitszeiten natürlich auch nur, wenn du familiären Rückhalt hast. In den USA würden das so nicht gehen.

Vor kurzem haben Sie auch eine Firma gegründet, die sich auf Sport- und Lifestyleriegel spezialisiert hat. Was ist das besondere an diesen Riegeln?

Wir machen einen handgemachten Riegel, der zu 100 Prozent Bio ist. Uns war es wichtig, dass das ein hochwertiger Riegel ist. Es wird alles in einer Biobäckerei in Niederbayern hergestellt. Wir nutzen auch Fairtrade-Rohstoffe, weil wir ein ehrliches Produkt wollen. Und dann standen wir vor einer Herausforderung: Über eine Jahr waren wir auf der Suche nach einer Verpackung, die umweltverträglich ist. Da wir keine geeignete Verpackung gefunden haben, hatten wir die Idee, dass wir Holzboxen von einem Schreiner machen lassen und die Riegel dort ohne Verpackung vertreiben.

Ist die Herstellung nicht sehr aufwendig?

Das ist jetzt kein Müsliriegel, denn es für zehn Cent im Supermarkt gibt. Der Riegel kostet 2,85 Euro. Ich glaube aber, dass es auch in Niederbayern inzwischen so ist, dass man für ein gutes Produkt gerne ein wenig mehr zahlt als noch vor zehn Jahren. Es gibt ja auch noch Riegel, die noch teurer sind. Mittelfristig wollen wir uns aber auch international etablieren.

Für was brauche ich eigentlich so einen Riegel? Kann ich denselben Effekt nicht auch durch ausgewogene Ernährung erreichen?

Kann man natürlich. Die Riegel haben ganz viele Nüsse drin und Honig als natürlichen Binder. Und auch Cranberrys als Vitamin C Lieferant zum Beispiel. Alle Stoffe, die in dem Riegel sind, kann man durch gesunde Ernährung zu sich nehmen. Meine Erfahrung in der Branche hat mir aber gezeigt, dass es für die meisten sehr schwierig ist, sich so zu ernähren. Mit dem Riegel hat man gleich alles dabei auch für unterwegs.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Ich bin auf privater und beruflicher Ebene sehr zufrieden, sehr dankbar und schätze mich dahingehend glücklich. In Zukunft will ich mehr versuchen, etwas zurückzugeben. Ich werde Projekte für wohltätige Zwecke machen. Ein zweites Buch soll Anfang nächstes Jahr rauskommen und ein eigenes Trainingszentrum soll noch kommen. Derzeit bin ich viel im Raum Landshut, in München und im Raum Deggendorf unterwegs. Mein Ziel wäre es, auch in Dingolfing, in meiner Heimat, mehr Fuß zu fassen.

 

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