Bestens vorbereitet erscheint Carolin Wagner zum Interviewtermin über den Dächern Regensburgs. Eine große Decke breitet sie auf der vom Regen noch nassen Bank aus und hat sogar an heißen Kaffee gedacht. Warum die 38-Jährige als Direktkandidatin für die SPD antritt und wofür sie sich im Bundestag einsetzen würde, erzählt die zweifache Mutter unserer Redaktion vor der Dreifaltigkeitskirche sitzend.

Die bayerischen Direktmandate sind traditionell in CSU-Hand. Frau Wagner, warum tun Sie sich das als SPDlerin trotzdem an?

Carolin Wagner: Ich denke, ich kann die Verankerung der SPD in Bayern schon richtig deuten. Ich stelle gerade in Regensburg aber eine etwas veränderte Sachlage fest. Da könnte sich diesmal womöglich ein Türchen drehen lassen. Ob am Ende wir davon profitieren, muss sich noch zeigen. Neben anderen Kandidaten bin ich als Person sicher noch zu unbekannt. Im Wahlkampf geht es aber auch um die Partei. Und die will ich bestmöglich unterstützen.

Eine Kandidatur auf das Direktmandat bedeutet aber doch etwas anderes als "nur" Wahlkampfhilfe zu leisten.