Demenz ist nicht heilbar, aber man kann viel tun, um es Betroffenen leichter zu machen. Der Neurologe Jürgen Herzog erklärt, wie Angehörige helfen können. Er ist unter anderem Chefarzt der Neurologischen Tagesklinik in der Schön Klinik Schwabing.

Herr Herzog, die Zahl der Menschen, die an Demenz erkranken, steigt kontinuierlich. Woran liegt das?

Jürgen Herzog: So ganz genau weiß man das noch nicht, aber die wahrscheinlichste Ursache ist, dass die Gesellschaft älter wird. Studien belegen, dass in höheren Altersgruppen die Zahl der Demenzkranken steigt. Bei 70- bis 75-Jährigen sind es ungefähr zwei Prozent, bei den über 90-Jährigen sind es schon über 35. Das zeigt: Je mehr ältere Menschen wir sind, umso mehr Demenzerkrankte haben wir auch.

Es gibt unterschiedliche Demenzformen. Welche ist am häufigsten vertreten?