„Möglichst fettfrei und trainiert“: Das ist laut Eva Wunderer von der Hochschule Landshut das Schönheitsideal unserer Zeit. Welche Altersgruppe sich davon unter Druck gesetzt fühlt und worauf es am Ende wirklich ankommt, das verrät die Professorin im Interview.

Frau Wunderer, wie sieht das aktuelle Schönheitsideal aus?

Prof. Dr. Eva Wunderer: Das aktuelle Schönheitsideal ist ein schlanker, definierter Körper. Er ist nicht mehr ganz so dünn wie vor 50 Jahren. Aber es sollten möglichst wenig Fettpolster da sein. Dazu kommt, dass man durchtrainiert und sportlich aussehen sollte. Das gilt für alle Geschlechter.

Wie haben sich die Schönheitsideale im Laufe der Zeit verändert? Hier geht’s zur interaktiven Story.

Dann hat sich die Körperform von Kim Kardashian und Co. also nicht wirklich durchgesetzt?

Die sogenannte Sanduhrfigur liegt auch im Trend. Doch diese Körperform ist in extremer Ausprägung bei einem natürlichen Körper eigentlich nicht möglich. Die Taille ist beispielsweise viel zu schmal im Vergleich zur Hüfte. Das ist schwer auf natürlichem Weg zu erreichen. Entweder stecken extremes Training oder Schönheitsoperationen dahinter.

In den Medien waren in den vergangenen Jahren einige Plus-Size-Models zu sehen. Diese Gegenbewegung zum Dünnsein hat also nicht wirklich viel gebracht?