Interview mit FCN-Innenverteidiger Lukas Mühl: "Stolz, aus dem Bayerischen Wald zu kommen"

Der gebürtige Zwiesler Lukas Mühl (am Ball) spielt seine erste Bundesliga-Saison. Foto: imago

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens hat die DJK Vilzing am Samstag den 1. FC Nürnberg zu Gast. Der gebürtige Zwiesler und Innenverteidiger der Nürnberger, Lukas Mühl, spricht über seinen wahrgewordenen Traum, die beiden Debakel gegen Dortmund und Leipzig und Vilzinger Spieler, die er aus seiner Jugendzeit noch kennt.

Herr Mühl, sie sind vor zwei Jahren aus dem Nürnberger Nachwuchs in die Profimannschaft gekommen und spielen die erste Saison in der Bundesliga. Geht für Sie ein Traum in Erfüllung?
Lukas Mühl: Auf jeden Fall. Die erste Bundesliga ist der Traum eines jeden Fußballers. Der Aufstieg in der vergangenen Saison war der Höhepunkt meiner Karriere.

Wie fühlt man sich, wenn man das erste Mal in der Bundesliga auf dem Platz steht?
Mühl: Das war ein ergreifender Moment. Wenn du in Berlin im Olympiastadion spielst, denkst du dir schon: ‚Für sowas bin ich geboren‘. Das war fast unglaublich.

An welche Highlights denken Sie noch gerne zurück?
Mühl: Ich hatte eine schöne, sehr lehrreiche Jugendzeit. Als ich das erste Mal in der U20-Nationalmannschaft aufgelaufen bin und später dann deren Kapitän sein durfte, da war ich richtig stolz.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Entwicklung?
Mühl: Grundsätzlich läuft es gut. Es geht jetzt immer wieder um Kleinigkeiten, die Schritt für Schritt verbessert werden müssen. Ich muss weiter Erfahrung und Selbstbewusstsein sammeln.

In der Liga gab es zuletzt zwei Debakel gegen Borussia Dortmund (0:7) und RB Leipzig (0:6). Wieso lief es zuletzt so schlecht?
Mühl: In Dortmund waren wir ein bisschen zu blauäugig, haben dann aber im nächsten Spiel gegen Düsseldorf gut reagiert. Wir hätten nicht gedacht, dass uns eine Woche später in Leipzig ein ähnliches Ereignis blüht. Wenn ein kleines Kind auf die heiße Herdplatte fasst, geht man eigentlich davon aus, dass es daraus lernt. Wir haben uns aber noch einmal verbrannt.

Was denkt man sich, vor allem als Verteidiger, wenn man das vierte oder fünfte Gegentor hinnehmen muss?
Mühl: Das ist ein scheiß Gefühl. Vor allem wenn noch viel Zeit zu spielen ist. Gegen Leipzig habe ich mir gedacht: ‚Hoffentlich wird es nicht wie in Dortmund‘. Man muss erst einmal die erste halbe Stunde überstehen. Ich bin jedoch ein positiver Mensch, der immer nach vorne schaut. Wir müssen jetzt mit mannschaftlicher Geschlossenheit zurück in die Spur finden.

Hat die Mannschaft vor der Saison mit solchen Rückschlägen gerechnet?
Mühl: Grundsätzlich war uns vor vornherein klar, dass irgendwann ein Tief kommen wird. Wir müssen jetzt wieder hart arbeiten, defensiver denken und erst einmal wieder die Zweikämpfe gewinnen. Darauf kommt es in der Bundesliga an.

 
 

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