Interview mit 8 Lehrern Weltlehrertag: Wie sie wurden was sie sind

Florian Kopp vom Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing ist überzeugt: "Schule ist ständig dazu aufgefordert, sich permanent neu zu denken und zu erfinden." Foto: Florian Kopp

Am Samstag, 5. Oktober, ist Weltlehrertag. Wir haben einige Menschen, die der Spezies "Lehrer" angehören, getrennt voneinander befragt. 

Wir wollten wissen, was sie zu ihrer Berufswahl bewegt hat, ob sich der Unterricht und die Anforderungen an Lehrer in den vergangenen Jahren verändert haben und an welche Momente aus ihrem Berufsleben sie sich immer erinnern werden. Die Antworten der Lehrer gibt es hier.

Florian Kopp

Florian Kopp (Deutsch, Latein, Geschichte, Sozialkunde) am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing

"Ich bin seit 2010 Lehrkraft – einer meiner eigenen Lehrer hatte starke Vorbildwirkung für mich: Er hat in meinen Augen den Spagat zwischen der Vermittlung seiner Fächer und der Betreuung seiner Schüler perfekt gelöst, hat es immer geschafft, Faszination in den Schülern für seine Unterrichtsinhalte zu wecken und dabei trotz aller Tiefe in der Vermittlung nie seine Zielgruppe aus den Augen verloren. Diese besondere Mischung hat für mich den Ausschlag gegeben, den gleichen Weg einzuschlagen ..."

"Schule ist ständig dazu aufgefordert, sich permanent neu zu denken und zu erfinden – ihre Zielgruppe – junge Menschen, ihre Lebenswelt und ihre Bedürfnisse – genau ins Auge zu fassen und sich in Abstimmung mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Lernen und Lehren immer wieder aufs Neue auf sie einzustellen. Im gleichen Tempo, wie sich also Lebens- u. Berufswelt unserer Schüler verändern, müssen wir das auch tun – hier Schritt zu halten, ist eine spannende und wichtige Herausforderung ..."

"Die Tätigkeit als Lehrer hält im sozialen Miteinander des Unterrichtsgeschehens Tag für Tag viele schöne und witzige Momente bereit – eine der vielen Umstände, die den Beruf auch so lohnenswert machen. Ein besonderer Moment ist für mich jedes Mal aufs Neue, wenn Schüler, die man bereits in der 5. Klasse unterrichtet hat, acht Jahre später als junge Erwachsene in Anzug/ Kleid im Rahmen ihrer Abiturentlassung sich anschicken, die Schule in Richtung Universität oder Beruf zu verlassen ..."

Schwester Ursula, Schulleiterin der Ursulinen-Realschule in Straubing

"Die Arbeit mit jungen Menschen hat mich schon immer gereizt und ich hatte einfach so ein Gefühl, dass es das Richtige ist."

"Die Anforderungen haben sich deutlich verändert, beispielsweise mit der Digitalisierung. Zudem sind die jungen Menschen von der Familie anders geprägt als noch vor 20 oder 25 Jahren. Der Blick richtet sich heutzutage stärker auf das Individuum und das müssen die Lehrer auch im Unterricht berücksichtigen. Das ist eine große Herausforderung, aber machbar."

"Vor Jahren, als Eli Erl die Ausscheidung für „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hatte, wurde als Aprilscherz die Durchsage gemacht, dass Eli in der Pause im Hof des Gymnasiums ein Konzert gibt. So schnell liefen die Schülerinnen noch nie in die Pause. Zum „Trost“ bekamen dann alle, die es wollten, eine Autogrammkarte von Eli."

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