In den 1980er Jahren brachte Jean-Marie Pfaff die Stürmer in der Bundesliga ein ums andere Mal an den Rande der Verzweiflung. An zwei DFB-Pokal-Siegen und drei deutschen Meisterschaften mit dem FC Bayern München hatte der Belgier, der im Jahr 1987 Welttorhüter wurde, einen erheblichen Anteil. Am vergangenen Freitag machte Pfaff Halt in Rötz in der Oberpfalz - nicht im Fußballer-Outfit, sondern im Trachtenjanker. Der heute 67-Jährige ist mittlerweile Werbegesicht der 7C Solarparken, ein von Belgiern gegründetes Unternehmen mit Firmensitz in Bayreuth. Auf einer Infoveranstaltung des Unternehmens schüttelte Pfaff unzählige Hände, pflanzte einen Baum und signierte Fußbälle. Mit unserer Redaktion sprach der Blondschopf darüber hinaus auch über Sportliches. Im Interview erklärt er, wie er dem FC Bayern noch verbunden ist, wie sich das Torhüterspiel über die Jahre verändert hat und wieso sein Landsmann und Real-Madrid-Keeper Thibaut Courtois "Blödsinn" erzählt.

Herr Pfaff, dass Sie als Ex-Fußballer nun als Botschafter für ein Unternehmen im Energie-Sektor fungieren, wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Botschafter beim FC Bayern zu sein, wäre in Ihrem Fall doch eigentlich naheliegender gewesen, oder?

Jean-Marie Pfaff: Das stimmt. Wenn sie nach meiner Unterstützung fragen würden, wäre ich immer bereit. Bayern München braucht meine Unterstützung aber nicht, die haben schon viele Botschafter. (lacht)

Wie sehr sind Sie dem FC Bayern derzeit noch verbunden?