Interview: Hairstylistin Fashion Week: "Hinter den Kulissen ist es immer spannend"

Die Models auf dem Laufsteg bei der Pre-opening der Berliner Fashion Week wurden zum Teil von Doris Kornherr und ihrem Team gestylt. Foto: mit Erlaubnis von Doris Kornherr

Doris Kornherr frisiert ihre Kunden in ihren drei Salons in Ostbayern – und manchmal auch Models in Berlin. Bereits zum dritten Mal war die 51-Jährige mit Ihrem Team bei der "Fashion Hall - Berlin Fashion Week Pre-opening" vertreten. Im Interview mit idowa erklärt sie, was da so hinter den Kulissen passiert, wie lange die Arbeitstage werden können und was die aktuellen Trends der Saison sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein "KornHair"-Team in Berlin im Vorfeld der "Fashion Week" engagiert. Gab es in diesem Jahr etwas Besonderes?

Doris Kornherr: Vertreten waren wir wieder bei der "Fashion Hall - Berlin Fashion Week Pre-opening", also einen Tag vor der Eröffnung der eigentlichen "Fashion Week". Genau nennt es sich "Fashion Hall Pre-Opening". Wir waren das dritte Mal mit dabei. Hinter den Kulisssen ist es eigentlich immer sehr spannend. Es waren 13 Designer da, jeder mit ungefähr zehn Models. Da können Sie sich vorstellen, wie es hinter den Kulissen zugeht. Einige kümmern sich um das Make-up, wir waren eben für die Haare zuständig, zusammen mit zwei Kolleginnen. Das sind eigentlich relativ wenige für so viele Models. Wir haben also richtig geschuftet (lacht). Aber es macht auch viel Spaß. Wichtig ist, sich mit den Designern kurzzuschließen, was sie für einen Look möchten. Bei jedem Model macht man dann den gleichen Look, denn es soll sich ein einheitliches Bild ergeben. 

Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, im Rahmen einer solchen Veranstaltung die Frisuren der Models zu machen?

Kornherr: Das war vor etwa zwei Jahren. Ich bin über eine Kollegin dazu gekommen, die im Make-up-Bereich tätig ist. Sie organisiert die kompletten Make-up-Artisten und Hairstylisten. Wir rücken dann jeweils mit sechs Mann an. Wichtig ist, dass man handwerklich sehr fit ist. Man muss schnell arbeiten können. An einer Frisur kann man nicht lange arbeiten, es muss alles sehr flott gehen.

Sind diese Frisuren der Models eigentlich noch vergleichbar mit den Frisuren, die man sich als Privatpersonen im Salon machen lässt? Oder stecken da ganz andere Techniken und auch Ziele dahinter?

Kornherr: Teil, teils. Es sind natürlich auch einfache, tragbare Frisuren mit dabei. Es sollen ja zunächst vor allem die Kleidungsstücke wirken. Wichtig ist einfach der einheitliche Look bei jedem Designer. In jedem Fall ist für uns die Arbeit hinter der Bühne ein gutes Training für die tägliche Salonarbeit. Man kann dabei durchaus neue Dinge ausprobieren, die man vielleicht so im Salon nicht machen würde. Und diese Erfahrung hilft einem dann aber wieder in der Praxis.

Sie waren drei Tage bei der Veranstaltung. Wie lange waren eigentlich die Arbeitstage?

Kornherr: Die Show geht abends um 19 Uhr los. Angefangen haben wir morgens jeweils zwischen 9 und 10 Uhr mit einer Besprechung. Abends während der Show gibt es eine Pause gegen 20.30 Uhr. Dabei wird nochmal umgestylt. Da geht es dann ganz hektisch zu, weil nochmal andere Looks kommen. Zu Ende ist es dann abends zwischen 22 und 23 Uhr – es ist also schon ein langer, ein sehr langer Tag. (lacht)

Sie machen es aber dennoch gerne...

Kornherr: Ja. Wir sind jetzt zum Beispiel im Juli schon wieder dabei. Wir machen es gerne, weil es einfach eine Erfahrung für uns ist. Und man lernt viele Leute kennen, die in der Modebranche arbeiten. Berlin ist für uns immer eine Reise wert.

 
 

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