Interview Es gibt immer mehr Kinder, die nicht schwimmen können

Schwimmflügel und Schwimmhilfen suggerieren nur Sicherheit, sagen Schuirer und Brandl. Foto: Christian Charisius/dpa

Zwei Schwimmexperten sprechen in unserem Interview über marode Bäder, fehlende Finanzspritzen, eine neue Spaßkultur – und über die Gründe, weshalb immer mehr Kinder nicht schwimmen können.

Viele genießen jetzt noch mal das schöne Wetter im Wasser, bevor es kalt wird. Dabei zeigt eine Studie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von 2019: 60 Prozent aller Kinder können gar nicht mehr schwimmen. In den 1980ern waren es über zehn Prozent. Zugleich sind laut DLRG bundesweit in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 192 Menschen ertrunken, die meisten in Bayern (35). Ein Grund für den Missstand ist das Bädersterben, sagen die Schwimmexperten Markus Schuirer und Stephan Brandl.

Herr Schuirer, Herr Brandl, die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können, ist laut DLRG dramatisch hoch. Was sind Gründe dafür?

Markus Schuirer: Die große Zahl der Nichtschwimmer hat mich selbst überrascht. Aber man sieht es auch. Ich bin jeden Tag im Bad. Geschwommen wird im Vergleich zum Planschen nur noch wenig.

Schwimmunterricht ist doch gesetzlich sogar vorgeschrieben.

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