Nachlegen in Kiel SSV Jahn erwartet "intensives und schweres" Spiel

Max Besuschkow (links, hier im Zweikampf mit Jeremy Dudziak vom HSV) und der SSV Jahn sind am Sonntag zu Gast in Kiel. Foto: dpa

Nach dem Punkt gegen den Hamburger SV ist das Ziel des SSV Jahn bei Holstein Kiel klar: Nachlegen!

Dass Andreas Albers im vergangenen Heimspiel gegen den Hamburger SV in der 85. Minute zur Stelle war und noch den Ausgleich für den SSV Jahn Regensburg erzielt hat, war wichtig. Sehr wichtig, wie Trainer Mersad Selimbegovic auch mit ein paar Tagen Abstand unterstreicht: "Wenn du so ein Spiel machst und dann verlieren würdest, das könnte schon richtig wehtun." Man habe schon in den beiden vorangegangenen Spielen gegen Stuttgart und Dresden viel investiert, war gegen den VfB nah an einem Punktgewinn dran und gegen Dresden das bessere Team. Dass die Mannschaft nach Abpfiff nicht wieder ohne Lohn dastand, war entsprechend von großer Bedeutung. "Es war auf jeden Fall wichtig, dass wir gepunktet haben", sagt auch Mittelfeldspieler Max Besuschkow.

Die Leistung gegen den HSV war über 90 Minuten der wohl beste Auftritt der Jahnfelf in dieser Saison. Das zeigt: Die Richtung stimmt. "Mit der Entwicklung können wir zufrieden sein", sagt Selimbegovic. "In den letzten Spielen waren wir immer besser im Spiel, hatten längere Phasen, die wir dominiert haben, auch gegen einen richtig guten Gegner." Gegen Hamburg gefiel Selimbegovic besonders das Auftreten seiner Elf: "Das war von der ersten Sekunde an kein Versteckspiel. Wir haben von Anfang an gezeigt: Wir wollen euch heute ärgern und das wird nicht einfach für euch. Darauf können wir stolz sein." Und darauf müsse man nun aufbauen: "Jetzt brauchen wir noch die Ergebnisse."

Der Jahn steht mit acht Punkten aus acht Spielen derzeit ordentlich da, vor allem wenn man betrachtet, gegen wen die Regensburger schon gespielt haben. Gegen die aktuellen Top drei der Liga Stuttgart, Hamburg und Bielefeld hat man ebenso schon gespielt wie gegen Bundesliga-Absteiger Hannover. Einige der größten Brocken der Liga liegen also schon hinter den Oberpfälzern.

Jedes Spiel "Aufgabe und Möglichkeit"

In solchen Kategorien denkt Selimbegovic aber keineswegs: "Es gibt in dieser Liga keinen Gegner, bei dem wir sagen können, dass wir den unbedingt schlagen müssen, egal wie er heißt. Es gibt gleichzeitig aber auch keinen Gegner, bei dem wir das nicht versuchen." Er selbst habe das Gefühl, dass die Liga noch einen Tick ausgeglichener ist als in den Jahren zuvor. "Es ist alles so eng beieinander. Jedes einzelne Spiel ist für uns schwer und eine Aufgabe, jedes Spiel ist für uns aber auch eine Möglichkeit", sagt der Jahn-Coach.

Die nächste Möglichkeit zu punkten hat der Jahn am Sonntag beim Auswärtsspiel in Kiel. Die "Störche" waren in den letzten Jahren kein Lieblingsgegner der Regensburger. Seit dem gemeinsamen Zweitliga-Aufstieg 2017 konnte man keines der vier Duelle für sich entscheiden (2 Niederlagen, 2 Unentschieden). Auch dieses Mal erwartet Selimbegovic ein "intensives und schweres Spiel". Er war beim Spiel Kiels in Fürth am vergangenen Sonntag im Stadion, die Partie ging mit 3:0 an Holstein. Als "richtig gut" schätzt er die Kieler ein, die aktuell punktgleicher Tabellennachbar sind. "Wenn du ihnen ein bisschen Raum und Zeit gibst, dann rennst du nur hinterher. Das darf uns nicht passieren."

Für Max Besuschkow ist es eine Rückkehr. Von Januar bis Juni 2018 war er an Kiel ausgeliehen. Es sei keine lange Zeit gewesen, ein paar Spieler kenne er aber noch, sagt er. Für ihn hat der kommende Gegner nun eine "komplett andere Mannschaft als die letzten beiden Jahre." Mit dem Trainerwechsel hätten sie ein anderes Spielsystem und eine andere Spielidee bekommen. Mit dem Jahn will er jetzt unbedingt drei Punkte aus Kiel mitnehmen. "Es wäre sehr wichtig, wenn wir dort einen Dreier holen, damit wir dann mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause gehen können."

Außer Oli Hein stehen in Kiel voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung. Sebastian Stolze und Andreas Albers sind im Donnerstagstraining zwar etwas kürzergetreten, dabei handelt es sich laut Selimbegovic aber nur um eine Vorsichtsmaßnahme.

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