Innenministerium 50 Jahre Gebietsreform: Kein neuer Reformbedarf

Zwei Männer stehen zwischen Kfz-Nummernschildern mit alten Ortsabkürzungen. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild

Vor 50 Jahren halbierte Bayern die Zahl seiner Landkreise auf 71. Einen baldigen Reformbedarf der jetzigen kommunalen Strukturen sieht das Innenministerium nicht, setzt aber auf eine enge Zusammenarbeit der Kommunen. Es gebe keinerlei Planungen für eine allgemeine Gebietsreform, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit: "Auch in Regionen, in denen die Bevölkerungszahlen zurückgehen, haben die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch darauf, dass sie die Leistungen einer gut funktionierenden und gut erreichbaren Verwaltung in Anspruch nehmen können."

Zwar biete die Digitalisierung der Verwaltung neue Möglichkeiten, doch die Schaffung größerer Verwaltungseinheiten sei kein Allheilmittel. "Stattdessen hält die Staatsregierung die weitere Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit für eine zukunftsweisende Strategie." Gerade für den ländlichen Raum biete eine enge Zusammenarbeit angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen neue Chancen. "Indem Kommunen über Gemeindegrenzen hinweg zusammenarbeiten, können sie Leistungen besser, in größerer Vielfalt und ressourcenschonender erbringen."

Zum 1. Juli 1972 wurden die Landkreise im Freistaat neu geordnet, später folgten die Gemeinden, ihre Zahl sank von rund 7000 auf etwa 2000.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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