Industrie vbw: Rohstoffpreise geben nach - Preisanstieg bei Lithium

Die Preise der für die bayerische Industrie wichtigsten Rohstoffe sind im zweiten Quartal leicht gesunken. Der Rohstoffpreisindex der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sank gegenüber dem Jahresanfang um fünf Prozent auf 185,5 Punkte. "Insgesamt haben sich die Rohstoffmärkte nach einem Schock infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder etwas beruhigt", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Dienstag in München. "Bei einzelnen besonders wichtigen Rohstoffen sehen wir derzeit aber geradezu eine Preisexplosion."

So habe sich Lithium gegenüber dem ersten Quartal um zwei Drittel verteuert, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 640 Prozent. Kobalt verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 53 Prozent. "Lithium und Kobalt sind zentrale Rohstoffe für die Produktion von Batteriezellen, beispielsweise von Elektrofahrzeugen. Die weltweite Nachfrage ist enorm und treibt die Preise immer weiter nach oben", erklärte Brossardt. Aluminium verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent, Chrom um 38 Prozent, Nickel um 68 Prozent und Titan um 169 Prozent.

In den vbw-Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein, berechnet in US-Dollar und gewichtet nach dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der Verband rief dazu auf, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern, die Rohstoffe effizienter zu nutzen und das Recycling zu verstärken.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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