Impfreihenfolge bei Lehrern

Bayerischer Philologenverband leitet juristische Schritte ein


Wegen der unterschiedlichen Impfreihenfolge unter Lehrern regt sich Widerstand in Reihen des Bayerischen Philologenverbandes. Dort leitet man nun rechtliche Schritte ein. (Symbolbild)

Wegen der unterschiedlichen Impfreihenfolge unter Lehrern regt sich Widerstand in Reihen des Bayerischen Philologenverbandes. Dort leitet man nun rechtliche Schritte ein. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen werden priorisiert in Gruppe zwei geimpft. Gymnasiallehrer, die bereits seit 1. Februar wieder im Präsenzunterricht sind, bleiben weiterhin in Gruppe drei und müssen deswegen noch lange auf einen Impftermin warten. Eine Ungleichbehandlung, gegen die der Bayerische Philologenverband (bpv) nun rechtliche Schritte eingeleitet hat.

"Seit fünf Wochen stehen Gymnasiallehrkräfte vor den Abschlussklassen, ab nächsten Montag sind alle Schüler und Lehrer zurück an den Schulen. Die Entscheidung, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen bei der Impfung zu priorisieren, Lehrer an anderen Schularten aber nicht, war ein Schlag ins Gesicht vieler Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen. Das Vorziehen dieser Gruppen unabhängig von ihrem individuellen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs benachteiligt die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen zusätzlich, weil diese jetzt noch länger auf einen Termin warten müssen. Im Grundschulbereich gibt es engere Kontakte, an weiterführenden Schulen aber deutlich mehr. Alle Lehrkräfte sind gefährdet. Die Ungleichbehandlung beim Impfen innerhalb einer Beamtengruppe können und wollen wir nicht akzeptieren. Deswegen haben wir als Verband rechtliche Schritte eingeleitet", erläutert Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv.

"Fast täglich sprechen Vertreter der Staatsregierung vom Impfturbo oder kündigen ein höheres Tempo an. Wir wollen jetzt Taten sehen. Die Politik will die Schulen wieder öffnen, dann soll sie auch dafür sorgen, dass alle Lehrerinnen und Lehrer priorisiert geimpft werden", schließt Schwägerl ab.