In normalen Zeiten wird auf der Fläche in der Siemens-Werkhalle geschraubt und gewerkelt. Doch nicht in der Pandemie. Da wird das Areal zum provisorischen Impfzentrum. Das Chamer Siemens-Werk ist Teil eines bayernweiten Modellprojekts, um erste Erfahrungen für eine Einbindung von Betriebsärzten in die Impfkampagne zu sammeln.

350 Freiwillige meldeten sich für eine Spritze an. "Die Kollegen sind sehr glücklich, dass sie die Chance hatten, sich impfen zu lassen", betont Betriebsratsvorsitzender Franz Aschenbrenner. Standortleiter Stefan Reindl ist vor allem froh, dass er nicht priorisieren musste, sondern ausreichend Impfstoff für alle gemeldeten Teilnehmer bekommen hat.

Dass ausgerechnet das Chamer Siemens-Werk unter den zehn ausgewählten Unternehmen im Freistaat ist, hat auch Reindl zunächst überrascht.