Im Nationalpark Böhmerwald Frau (66) beim Beerensammeln von Kreuzotter gebissen

Eine 66-jährige Frau wurde im tschechischen Nationalpark Böhmerwald von einer Kreuzotter gebissen. (Symbolbild) Foto: Hofmann, Blickwinkel/imago

Eine Wanderin ist beim Beerensammeln im tschechischen Nationalpark Böhmerwald von einer Kreuzotter gebissen worden. Dennoch habe die 66 Jahre alte Frau aus Prag nach dem Vorfall am Mittwoch erst nach zwei Stunden die Rettungskräfte alarmiert, teilte die Bergwacht am Donnerstag mit. Als der Krankenwagen eintraf, seien Zunge und Gesicht der Patientin bereits massiv angeschwollen gewesen. Der Böhmerwald (Sumava) grenzt unmittelbar an den Oberpfälzisch-Bayerischen Wald.

Wie sich herausstellte, hatte die Frau versucht, das Gift aus der Wunde an ihrem Finger herauszusaugen. Das sei indes kontraproduktiv gewesen und habe zu einer ernsten allergischen Reaktion geführt, teilten die Einsatzkräfte mit. Die Bergwacht warnte Touristen sowie Pilz- und Beerensammler, dass es zu Beginn des Herbstes häufiger zu Begegnungen mit Giftschlangen kommen könne.

Kreuzottern gelten als scheu und greifen in der Regel nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Sollte es zu einem Biss kommen, sei es am besten, so schnell wie möglich Hilfe zu rufen, erläuterte die Bergwacht. Innerhalb Tschechiens könne dazu die kostenlose "Zachranka"-App auf dem Handy verwendet werden, die auch auf Englisch verfügbar ist und die Position übermittelt. Das tschechische Wort "Zachranka" bedeutet Rettungsdienst.

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