Im Kampf gegen Corona Braun hält "Herdenimmunität" für keine geeignete Strategie

Kanzleramtschef Helge Braun hält die Strategie einer "Herdenimmunität" für untauglich im Kampf gegen das Corona-Virus in Deutschland.

"Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73.000 Menschen mit Corona infizieren", sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten."

60 bis 70 Prozent der Bevölkerung müssten immun sein

Mit Herdenimmunität meinen Wissenschaftler die Immunität eines so großen Prozentsatzes der Bevölkerung nach einer Infektionswelle, dass die weitere Ausbreitung der Krankheit zum Erliegen kommt. "Eine Epidemie ist erst zu Ende, wenn ein Anteil von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus ist", erklärte Braun, der selbst Arzt ist. "Die Wissenschaftler nennen das etwas schmeichelhaft Herdenimmunität."

Stattdessen setzt der CDU-Politiker auf den Kurs der Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel: "Daher lautet die Strategie, Ansteckungen zu vermeiden und bezüglich der Immunität auf die Einsatzfähigkeit eines Impfstoffs zu warten."

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading