Im Kampf gegen Corona Bayern verlängert Kontaktbeschränkungen erneut

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag beschlossen, die geltenden Kontaktbeschränkungen bis Mitte August zu verlängern. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die bayerische Staatsregierung die geltenden Kontaktbeschränkungen erneut verlängert. 

Darauf einigte sich das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag. Die Geltungsdauer der bestehenden Infektionsschutzverordnung wird um zwei weitere Wochen verlängert und gilt damit nun bis einschließlich 16. August. Mitte August soll dann auf Basis der bestehenden Infektionslage erneut über eine Verlängerung entschieden werden. 

Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann warnte eindringlich vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise. "Das Virus ist nach wie vor mitten unter uns", sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung in München. Die Zahl der Gesamtinfizierten sei in den vergangenen Wochen wieder leicht gestiegen. Aktuell seien 0,009 Prozent der Gesamtbevölkerung infiziert, dies seien schon weniger gewesen. "Ein neuer Ausbruch ist jederzeit möglich." Deswegen sei es so wichtig, die Strategie der Vorsicht und Umsicht weiter zu verfolgen.

Nach dem Massenausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) kündigte Herrmann außerdem mehr Hygiene-Kontrollen und verpflichtende Tests für Saisonarbeitskräfte bei Erntebetrieben an. Zudem soll es bei Verstößen deutlich höhere Bußgelder (bis zu 25.000 Euro) geben. Auch bei Urlaubsrückkehrern und in Asylunterkünften soll verstärkt getestet werden. In Mamming selbst sollen außerdem die mobilen Testmöglichkeiten für die Bevölkerung noch einmal ausgeweitet werden. Auch die Bundeswehr wird zur Unterstützung eingesetzt. Es gebe sehr viel Interesse der Menschen in der Region an den Tests, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Die Infektionszahlen im Landkreis Dingolfing-Landau waren durch den Massenausbruch in die Höhe geschnellt. Der Gemüsehof in Mamming steht nun unter Quarantäne. Bewohner des Landkreises dürfen in einige Regionen Deutschlands deswegen nur noch mit einem negativen Corona-Test oder unter anderen Auflagen reisen.

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