Im Bistum Passau Kapuzinerpater soll Kinder sexuell missbraucht haben

Es könnte möglicherweise zahlreiche weitere Opfer geben. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Ein Kapuzinerpater aus dem Bistum Passau steht im Verdacht, eine Reihe von Kindern sexuell missbraucht zu haben.

Wie das Bistum am Dienstag berichtete, haben sich mittlerweile drei Betroffene gemeldet, die der im Jahr 2000 verstorbene Geistliche missbraucht haben soll. Nach Überzeugung der Diözese gibt es darüber hinaus "eine Reihe weiterer Betroffener". Das Bistum machte deswegen den Fall nun öffentlich. Weitere Opfer sollen ermutigt werden, sich zu melden.

"Wir wollen weitere Taten aufklären und aufarbeiten", erklären die Interventionsbeauftragte des Bistums für sexuellen Missbrauch, Antonia Murr, und der Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Christophorus Goedereis. "Wir hoffen sehr, dass diese Aufarbeitung für die Betroffenen befreiende oder gar heilsame Wirkung hat", sagte Passaus Bischof Stefan Oster.

Der beschuldigte Pater war von 1961 bis kurz vor seinem Tod in der Wallfahrtsseelsorge Mariahilf in Passau tätig. Nur in den Jahren 1965 bis 1968 war er vorübergehend als Kaplan in Franken eingesetzt. Der Pater wirkte auch als Kirchenmusikdirektor und gab Kindern und Jugendlichen Musikunterricht.

Erstmals hatte sich im Jahr 2010 ein ehemaliger Ministrant des Geistlichen gemeldet und über Missbrauchstaten berichtet. Der Betroffene bekam eine Zahlung von der Kapuzinerprovinz. Im Jahr 2019 meldete sich dann ein weiterer Betroffener bei dem Bistum.

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