IG Metall Warnstreiks am Mittwoch auch in Straubing

Für den Mittwoch kündigt die IG Metall in Bayern den vorläufigen Höhepunkt der aktuellen Warnstreikwelle an. Erstmals sollen dabei auch Beschäftigte dreier Straubinger Unternehmen die Arbeit niederlegen.

Der Schwerpunkt der Streiks und Kundgebungen liegt weiterhin auf Unternehmen aus der Automobilbranche - entsprechende Aktionen sind unter anderem im BMW-Werk in München angekündigt. Gerade in Ostbayern rücken zunehmend Elektronikhersteller in den Fokus. So sollen in der Region mehrere Niederlassungen des Bosch-Konzerns bestreikt werden.

Wie uns IG-Metall-Nebenstellenleiter Werner Koller bestätigte, hat die IG Metall in Straubing Warnstreiks beim Maschinenbauer Strama MPS, dem Autozulieferer Harman/Becker sowie dem Audio-Elektronik-Hersteller Bosch – EVI Audio (ehemals Dynacord) geplant. An dem für Mittwochmittag geplanten Streikmarsch und der anschließenden Kungebung sollen laut Schätzung der Gewerkschaft 350 Angehörige der drei Betriebe teilnehmen.

Im BMW Werk München sollen die Frühschicht und die Spätschicht die Arbeit zeitweise niederlegen. Die IG Metall geht davon aus, dass das BMW-Stammwerk für mehrere Stunden stillstehen wird. Ebenfalls zum Streik aufgerufen ist die Belegschaft des Regensburger Werks.

Insgesamt ruft die IG Metall die Beschäftigten in 48 Betrieben zu Warnstreiks auf. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten senden morgen nochmal ein unmissverständliches Signal an die Arbeitgeber, dass wir es ernst meinen. Es ist nun an den Arbeitgebern, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich für Lösungen am Verhandlungstisch zu öffnen.“

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn sowie das individuelle Recht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden reduzieren zu können. Bestimmte Personengruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Familienangehörige und Eltern junger Kinder sollen einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate und danach zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Von den 835.000 bayerischen Beschäftigten der Branche in Bayern arbeitet rund die Hälfte in tarifgebundenen Betrieben.

Lesen Sie dazu auch: IG Metall: über 20.000 Streikende bis Freitagmittag.

 
 

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