IG Metall 24 Stunden Stillstand bei BMW und Audi?

Die 24-Stunden-Warnstreiks sollen am Freitag die Werke der bayerischen Autobauer treffen. Foto: Stefan Karl

Schon die erste Streikwoche will die IG Metall in Bayern offenbar mit einem Ausrufezeichen beenden. Ein 24-Stunden-Streik soll die Werke der Autobauer für einen Tag und eine Nacht stillstehen lassen.

Wie die IG Metall idowa gegenüber bestätigte, werden am Freitag die Beschäftigten der bayerischen Autobauer zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. "Alle vier BMW-Standorte und Audi in Ingolstadt werden 24 Stunden lang stillstehen" schreiben die Metaller in einer Pressemitteilung und kündigen an, im Laufe des Donnerstags weitere Details zu den Streikaktionen zu veröffentlichen.

Betroffen wären die BWM-Werke in Dingolfing, Landshut, Regensburg und München sowie der Hauptsitz von Audi in Ingolstadt. Auch Schnellecke und Kühne & Nagel in Dingolfing und Webasto Convertibles, BLG, Afg, Rhenus und Schnellecke in Regensburg werden bestreikt. Die Metallgewerkschaft in Vertretung von Birgit von Garrel und Robert Grashei hat in den vergangenen drei Tagen ein Mitgliedervotum durchgeführt, in dem die Gewerkschaftsmitglieder darüber abstimmen konnten, ob sie ihre Gewerkschaft bei einem Warnstreik rund um die Uhr unterstützen würden. Das Ergebnis: eindeutig.

Die IG Metall Geschäftsstelle Landshut ruft am Freitag insgesamt 15.000 IG Metall-Mitglieder in vier Betrieben zum ganztägigen Warnstreik von Landshut bis Dingolfing im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie auf. Der Streik ist nach Angaben der Gewerkschaft eine Reaktion auf die abgebrochenen Verhandlungen vom vergangenen Wochenende in Stuttgart.

Beginnen sollen die Streikaktionen am Freitagmorgen mit der Frühschicht von BMW in Dingolfing. Dort sollen die rund 5.000 Beschäftigten um 5 Uhr gar nicht erst zur Arbeit erscheinen und den Tag mit ihren Familien verbringen. Auch alle folgenden Schichten sollen sich am Warnstreik beteiligen und somit für einen Produktionsausfall von 1.600 Fahrzeugen sorgen. Das Landshuter Komponentenwerk der BMW AG soll sich ebenfalls anschließen.

„Die IG Metall hat bundesweit, aber gerade auch in München, in dieser Woche gezeigt, dass sie die Möglichkeiten und die Entschlossenheit hat, auch in einen Flächenstreik zu gehen.“, erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall München Horst Lischka dazu, "Die Chance für die Arbeitgeber, sich zu bewegen, sei an diesem Wochenende nochmals da. Anderenfalls lasse man den Mitgliedern der IG Metall keine Wahl, als die Arbeitskampfmaßnahmen noch einmal auszuweiten.“

 

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