Das Leben wird hierzulande deutlich teurer. Alleine im Oktober schossen die Preise um 4,5 Prozent in die Höhe - auf ein 28-Jahres-Hoch. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts bekommen reichere Haushalte die extrem hohe Inflation derzeit stärker zu spüren als ärmere. Warum ist das so? Der Warenkorb von Besserverdienern sieht anders aus als der von Menschen mit niedrigeren Einkommen.

"Die hohen Preise beim Sprit und bei den Autokäufen machen bei reicheren Haushalten einen wesentlich größeren Anteil an den monatlichen Ausgaben aus", sagte der Konjunkturchef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, Timo Wollmershäuser, laut einer Pressemitteilung am Dienstag in München. Demnach lag der Preis des Warenkorbs eines Haushalts mit einem monatlichen Nettoeinkommen über 5.000 Euro im Oktober um 4,8 Prozent höher als im Vorjahr. Bei Haushalten, die weniger als 1.300 Euro verdienen, war die Rate mit vier Prozent deutlich niedriger. Der Durchschnitt und damit die Inflationsrate lag bei 4,5 Prozent.