Für zehn Minuten in die Karibik - in Zeiten der Corona-Pandemie ein verlockendes Angebot. Ich befinde mich auf einer Liege in Harry Fox' Arbeitszimmer in Buglau, Gemeinde Niederwinkling, eine rote Lampe gibt dem Raum warmes Licht, die Jalousien sind geschlossen, im Hintergrund läuft Musik. "Sie liegen am Strand, sind ganz entspannt, Kinder spielen mit einem großen Wasserball." Harry Fox spricht langsam und deutlich. Ziemlich bald schließe ich die Augen.

Nach einigen Minuten fordert mich Harry Fox auf, die Augen zu öffnen. Er nennt die Traumreise Wellness-Hypnose. Völlig ins Unterbewusstsein abgedriftet bin ich nicht, entspannt fühle ich mich trotzdem.

"Je öfter man das macht, desto schneller kommt man in einen entspannten Zustand", versichert Fox. "Rund 90 Prozent der Hypnotisierten glauben, sie seien gar nicht hypnotisiert." Seit rund 50 Jahren praktiziert er Hypnose. Der früher im Showgeschäft tätige gebürtige Münchner, der seit 13 Jahren im Landkreis Straubing-Bogen lebt, kam durch Hypnose-Shows auf sein Aufgabengebiet. Er selbst nutzt die Hypnose aber nicht zu Showzwecken, sondern "um Menschen zu helfen", wie er sagt.