Hunderdorf Regelrechte Todesfalle am Spielplatz präpariert

Auf einem Spielplatz in Hunderdorf (Kreis Straubing-Bogen) wurde am Montag eine gefährliche Grube entdeckt, die es in sich hatte. Darin waren hochkant einige Küchenmesser fixiert. (Symbolbild) Foto: dpa

Abartig! Anders kann man das, was in diesen Tagen auf einem Spielplatz in Hunderdorf (Kreis Straubing-Bogen) zu sehen war, nicht beschreiben. Dort hatten offenbar Jugendliche eine regelrechte Todesfalle präpariert. Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand.

Was geht nur in diesen Köpfen vor? Eine Antwort darauf hat Polizeisprecher Josef Iser auch nicht. Auch dem erfahrenen Polizeibeamten fehlen angesichts dieser Tat weitestgehend die Worte. Am gestrigen Montag wurde die Polizei von der Gemeinde Hunderdorf alarmiert. Auf einem Spielplatz war eine etwa 30 x 30 Zentimeter große Grube ausgehoben worden - mitten auf einem Fußweg. Das alleine würde eigentlich schon reichen. Doch was sich in der Grube befand, schlug dem Fass den Boden aus. In der Grube wurden hochkant mehrere Küchenmesser befestigt. Das Ganze wurde mit Grüngut bedeckt, um die Falle zu verbergen. Iser: "Verletzt wurde zum Glück niemand. Man ist da schon fassungslos." Mindestens drei Küchenmesser wurden in der Grube aufgestellt. 

Doch wer steckt dahinter? Im Verdacht hat man aktuell mehrere junge Burschen. "Im Moment haben wir drei Namen von Jugendlichen im Alter von 12 und 13 Jahren hier. Diese Burschen haben noch vor Bekanntwerden des Ganzen offenbar gegenüber einigen Mädchen mit der Tat geprahlt. Ob sie tatsächlich dahinterstecken, das müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen", so Josef Iser.

Im Zuge der Ermittlungen werden Zeugen gesucht. Sachdienliche Hinweise zu der Tat nimmt die Polizei Bogen unter Telefon 09422/8509-0 entgegen. 

Update (26. Juli):

Nach den Ermittlungen der Polizei stellt sich der Sachverhalt mittlerweile deutlich anders dar: Demnach existierte die "Falle" in der zunächst geschilderten Form überhaupt nicht. Tatsächlich wurden die Messer und die Grube getrennt voneinander aufgefunden. Eine bösartige Absicht lag wohl nicht vor. Einen ausführlichen Artikel zum neuesten Ermittlungsstand finden Sie hier

 

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