Sie sind wieder da, die Touristen in Regensburg. Statt Lockdown und leeren Gassen sieht man volle Terrassen und lange Schlangen vor den Eisdielen. Passanten schlendern durch die verborgenen Winkel der Altstadt, blicken konzentriert in ihren Reiseführer, studieren Speisekarten oder ergattern ein Souvenir. Ja, sie sind wieder da, die Touristen, die neben den Bürgern die Stadt zu dem machen, was sie ist: ein belebtes Welterbe, in dem Zeitgeist und Historie aufeinandertreffen.

Noch sind es nicht die Horden wie sie früher in großen Gruppen durch die Stadt buchsiert wurden - ein schon früher kontrovers diskutierter Anblick - doch es sind bereits so viele, dass manche enge Gasse kurzzeitig verstopft. Diesen zarten Tourismus spüren indes auch die Händler und Hoteliers. "Die verbleibenden Einzelhändler haben wieder Hoffnung", sagt Armin Gebhard, Vorsitzender des Vereins Regensburger Kaufleute. Dass die Touristen wieder in der Stadt seien, tue gut. "Allerdings ist die Situation vergleichbar mit dem Vorjahr. Noch immer machen die Einzelhändler nur die Hälfte an Umsatz im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019."