Fährt man die kurvige, schmale Straße auf den idyllisch gelegenen Einödhof Kirchthann zu, fällt einem sofort das großzügige, an einem Hang gelegene Weidegelände ins Auge. Der erste Gedanke ist dann, "Kühe oder Schafe sind das eher nicht. Sind da echt Schweine auf der Weide"? Und es sind tatsächlich trächtige Muttersauen, die sich mit Wühlen, Suhlen oder "Chillen" die Zeit an der frischen Luft vertreiben.

Bereits im Jahr 1426 wurde der Hof erstmals erwähnt, als er zum Kloster Seligenthal Landshut gehörte und als Versorgungsstelle und Ruhestätte für die Klosterschwestern diente. Mit der Säkularisation 1803 ging das Anwesen in Privatbesitz über und wird seit vielen Generationen von der Familie der jetzigen Besitzer, Alois und Regina Mühlbauer mit ihren Kindern Sebastian, Rebekka und Kathi, bewirtschaftet. Welche Gründe die Landwirtschaftsfamilie dazu bewog, ihre bis zum Jahr 2015 mehr oder minder konventionell betriebene Schweinehaltung auf Bio samt Weidehaltung mit Anschluss an das Bio-Label "Naturland" umzustellen , erzählen sie im Gespräch.