Höchststrafe Deutschkurs Gericht verurteilt junge Syrer wegen gefährlicher Körperverletzung

Hier kam es im März zu der Auseinandersetzung. Foto: LZ-Archiv/sj

Härter konnte es Mohamad T. nicht treffen. Weil er gemeinsam mit zwei Landsmännern im März vor einem Schnellrestaurant in der Altstadt einen Afghanen verprügelt hat, wurde der 19-jährige Syrer am Montag von Jugendrichter Markus Brümmer zu einem Deutschkurs "für mindestens sechs Monate" verdonnert.

Trotz vehementer Unschuldsbekundungen aller drei Angeklagter bis zuletzt hatte Brümmer eine gefährliche Körperverletzung nach drei Verhandlungstagen als "eindeutig erwiesen" angesehen. Ebenso wie seine Freunde, der 16-jährige Adnan M. und der 17-jährige Saeed A., muss Mohamad T. nun zusätzlich zu dem Besuch eines Deutschkurses einen zweiwöchigen Dauerarrest absitzen.

Wie Brümmer in der Urteilsbegründung sagte, hat er "so gut wie noch nie" einen Dauerarrest bei Ersttätern, wie es die Angeklagten sind, verhängt. In diesem Fall sei dies aber unumgänglich gewesen. Dies liege zum einen an der Tat, die sich aus seiner Sicht genauso abgespielt hat wie angeklagt, so Brümmer. Wie berichtet, hatte Staatsanwältin Sigrid Kolano den Angeklagten zur Last gelegt, als Teil einer Gruppe von Syrern einen 22-jährigen Afghanen mit Faustschlägen traktiert und, als dieser zu Boden gegangen war, gestiefelt zu haben.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 28. November 2017.

 

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