Vormittags waren Vertreter der Interessengruppe gleicher Hochwasserschutz für alle (IG) zusammen mit Prof. Hans Helmut Bernhart noch bei einer Ortsbegehung am Donaudamm zwischen Ruckasing und Pleinting, um danach bestens gerüstet in einer Videokonferenz ihr Gegengutachten diskutieren zu können. "Bei der Videokonferenz wurde zum ersten Mal eine fachliche Diskussion über das Gegengutachten geführt", sagte Andrea Scheday, die Sprecherin der IG - Kompromisse konnten jedoch erneut keine gefunden werden.

Für diese fachliche Diskussion fanden sich einige Teilnehmer am virtuellen Tisch zusammen: Die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf (WWA), der Wasserbauliche Infrastrukturgesellschaft mbH (WIGES) und des Bayerischen Umweltministeriums wollen weiter an einer offenen Polderlösung festhalten, während die Gegenseite, bestehend aus Vertretern der IG sowie den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Vilshofen, Osterhofen und Künzing ein geschlossenes Poldersystem fordern. Für Scheday sei bei der Videokonferenz erneut klar geworden, dass es - anders als bei den involvierten Kommunalpolitikern - keinen politischen Willen gäbe ein geschlossenes Poldersystem zu bauen.