Hochwasserschutz in Passau Über weitere Planungen abgestimmt

Im Passauer Stadtratsplenum wurde am  Montag über die weiteren Planungen zum Hochwasserschutz abgestimmt (Symbolbild). Foto: Armin Weigel/dpa
Im Passauer Stadtratsplenum wurde am Montag über die weiteren Planungen zum Hochwasserschutz abgestimmt (Symbolbild). Foto: Armin Weigel/dpa

Die Hochwasserkatastrophe von 2013 hat in Passau einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Damals waren 50 Gebäude und 266 Einwohner betroffen. Es entstand ein Schaden von rund 15 Millionen Euro. Im darauffolgenden Jahr wurden die ersten Überlegungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes angestellt, die schließlich zu konkreten Planungen führten. Doch dann kam die Pandemie. Was geschieht nun mit dem Hochwasserschutz?

Darüber beriet am Montag das Stadtratsplenum in einer Sitzung. Bereits im Vorfeld sprach sich Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) für eine Fortführung der Planungen aus: "Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf hat die Umsetzbarkeit des ausgewählten Entwurfs geprüft und grundsätzlich bejaht. In einer Stellungnahme vom Dezember 2020 wurde diese Haltung nochmals bekräftigt. Da wir in unserem Beschluss außerdem ausdrücklich festgeschrieben haben, dass bei den Planungen weiterhin die Belange der Stadtgestaltung und des Naturschutzes – insbesondere der Erhalt der als Naturdenkmal geschützten Baumallee – eingehend zu berücksichtigen sind, ist es sinnvoll, diese nun auch weiterzuführen, um eine fundierte endgültige Entscheidung treffen zu können.“

Knappe Entscheidung

Das Bauprojekt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in der aktuellen Version wurde kontrovers diskutiert. Nicht alle Stadtratsmitglieder sind für das Projekt, das Anfang 2020 vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf geprüft und für durchführbar befunden worden war. So stand am Montag zur Diskussion, ob man die Planungen unterbrechen solle. Zunächst zeigte man die Visualisierung der Maßnahme nochmals und besprach dann die unterschiedlichen Standpunkte dazu. Schließlich kam es zur Abstimmung. Mit einer knappen Mehrheit von 24 zu 21 Stimmen entschied man sich für die weiteren Planungen.

Dadurch sollen die genauen Modalitäten festgelegt werden, wie Maria Proske, Pressestelle der Stadt Passau, auf Nachfrage der Redaktion erklärt. Zum Beispiel sollen Bauzeit und Kosten ermittelt werden. Dann sei erst eine finale Abstimmung zur Baumaßnahme zu erwarten. 

Einen Zeitplan gebe es aber hierfür allerdings noch nicht.

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