Hobby Darts - Sport oder nicht? Christian Zellmer klärt auf

Christian Zellmer aus Obermotzing spielt gerne Darts. Foto: privat

Pfeile werfen, Punkte abbauen: Christian Zellmer (15) aus Obermotzing spielt gerne Darts. Warum sich der Sport lohnt.

Darten? Das ist doch kein Sport! Das denken viele. Wenn man den ungeübten Spielern beim Pfeilewerfen zuschaut, ist das auch kein Wunder. Und trotzdem stelle ich mir die Frage: Warum ist das so, obwohl es doch im Darten sogar Weltmeisterschaften gibt? Denn vieles spricht für die Sportart Darten.

Früher wurde Darts nur in Kneipen gespielt – bei Bier und lauter Musik. Heute wird der Präzisionssport live im Fernsehen ausgestrahlt und erreicht bei großen Meisterschaften mehrere Millionen Zuschauer. Der Sport ist also massentauglich geworden.

Ein klarer Vorteil am Darten im Verlgeich zu anderen Sportarten: Es ist keine teure Ausrüstung nötig. Du brauchst lediglich eine Scheibe und ein Set Pfeile, was zusammen in guter Qualität etwa 50 Euro kostet. Außerdem fördert Darts die mentale Stärke. Jeder, der das Spiel schon mal ausprobiert hat, weiß, wie hoch der Druck vor dem entscheidenden Wurf ist. Die Hände zittern, man schwitzt und verliert die innere Ruhe. Der Druck wird aber von Match zu Match weniger, weil man routinierter wird. Das macht sich auch außerhalb des Spielens bemerkbar: Egal ob im Alltag oder bei einem Test in der Schule – Darts hilft, mit Stresssituationen besser zurechtzukommen. Das habe ich selbst schon festgestellt.

Auch praktisch: Darts kannst du eigentlich überall spielen, wo du eine Dartscheibe aufhängen kannst. Also: am besten Dartscheibe und Pfeile besorgen und einfach mal ausprobieren!

Alles rund ums Darten

Beim Darten gibt es einige Regeln und Richtlinien zu beachten. Hier eine Übersicht:

  • Die Maße: Wo der Werfer beim Darten steht, ist genau festgelegt. Das ist auch bei der Höhe der Scheibe der Fall: Zwischen Mittelpunkt der Dartscheibe und dem Boden liegen genau 1,73 Meter. Der horizontale Abstand der Wurflinie (Oche) bis zur Scheibe beträgt 2,37 Meter. Das Diagonalmaß vom Oche zum Bulls Eye beträgt 2,93 Meter.
  • Das Punktesystem: Die Felder des äußeren Rings zählen doppelt, die Felder des inneren Rings jeweils das Dreifache der außen angezeigten Punktzahl. Der Ring um die Mitte (Bull) zählt 25 Punkte, die Mitte, das sogenannte Bulls Eye, gilt als Doppel Bull und zählt 50 Punkte. Am meisten Punkte gibt die Triple 20. Das ist das kleine rote Feld unterhalb der 20 im inneren Ring.
  • Die Regeln: Die Spieler starten bei 501 Punkten und werfen abwechselnd eine Aufnahme. Das heißt, sie versuchen mit drei Pfeilen ihr Glück. Die geworfenen Punkte werden von 501 abgezogen. Wer zuerst genau 0 Punkte erreicht, hat gewonnen. Wirft ein Spieler mehr Punkte als die ihm verbleibenden, wird die Aufnahme als ungültig gewertet.
  • Der Wurf: Das Wichtigste an der Wurfbewegung ist, dass sie immer mit der gleichen Geschwindigkeit und flüssig erfolgen sollte. Wenn jeder Wurf einer Aufnahme unterschiedlich fest ist, ist es unmöglich, den eigenen Wurfablauf für sich selbst zu finden. Beim idealen Wurf sollte auch der Wurfarm das Einzige sein, das sich bewegt. Außerdem haben die Profi-Spieler eigene Griffe entwickelt, mit welchen sie versuchen, die Triple 20 zu treffen.
  • Die Pfeile: Bei den Dartpfeilen unterscheidet man zwischen Steeldarts und Softdarts. Letztere kommen bei elektronischen Dartscheiben zum Einsatz. Beide Dartpfeile sind unterschiedlich schwer. Soft-Dartpfeile sind leichter als die beim Steeldart. Das liegt daran, dass die schweren Darts die elektronische Dartscheibe beim Aufprall beschädigen könnten. Bei Steeldarts hat das schwerere Gewicht aber auch einen Vorteil: Dadurch bleiben sie besser in der Scheibe stecken.
 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading