Historischer Erfolg Straubing Tigers im CHL-Achtelfinale

Rund 1.000 Fans unterstützen die Straubing Tigers in Villach - und sind live bei einem historischen Erfolg des niederbayerischen DEL-Klubs dabei. Foto: Stefan Ritzinger/rs-sportfoto

Historischer Erfolg für die Straubing Tigers: Mit einem 3:1-Sieg in Villach hat sich der niederbayerische DEL-Klub bei seiner ersten Teilnahme in der Champions Hockey League (CHL) den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Unterstützt worden sind die Niederbayern bei ihrem Auftritt im Süden Österreichs von rund 1.000 Fans.

Das Rückspiel zwischen den beiden Teams am kommenden Dienstag in Straubing ist unterdessen sportlich nicht mehr von großer Bedeutung. Nur im Falle eines Patzers von Färjestad bei Außenseiter Krakau und zugleich einem Straubinger Sieg, ist für die Blau-Weißen noch der erste Platz in der Gruppe – und damit ein vermeintlich leichterer Achtelfinalgegner – möglich.

Im Vergleich zum 4:3-Erfolg nach Verlängerung in der Liga am Sonntag gegen die Löwen Frankfurt veränderte Tigers-Coach Tom Pokel sein Aufgebot für das Gastspiel in Kärnten nur geringfügig. In der Defensive erhielt Stephan Daschner eine Pause. Für ihn rückten Benedikt Kohl sowie Trenton Bourque zurück ins Lineup, die zusammen das dritte Verteidigerpärchen bildeten. Bei den Gastgebern standen unterdessen gleich sieben Spieler auf dem Eis, die in der Vergangenheit bereits in Deutschland aktiv waren.

Ex-Ingolstädter Sabolic bringt VSV in Führung

Die Partie in der - nicht nur aufgrund der Masse an Straubinger Anhängern - gut gefüllten Villacher Stadthalle begann zerfahren. Die Tigers waren zwar in den Anfangsminuten um Spielkontrolle bemüht, liefen aber immer wieder in Konter des VSV. Richtig brenzlig aus Sicht der Niederbayern wurde es, als Mitte des ersten Drittels erstmals ein Straubinger Spieler auf die Strafbank musste. Die erste Villacher Torgelegenheit in diesem Powerplay konnte Goalie Hunter Miska zwar noch parieren, bei der zweiten war aber auch der US-Amerikaner machtlos. Robert Sabolic, der bereits für den ERC Ingolstadt sowie die Krefeld Pinguine auf dem Eis stand, sorgte für den Führungstreffer der Österreicher. Nachdem Straubing kurz darauf ein weiteres Unterzahlspiel schadlos überstanden hatte, drückten die Blau-Weißen in den Schlussminuten des ersten Spielabschnitts auf den Ausgleichstreffer. Doch trotz mehrerer Chancen (unter anderem von Parker Tuomie und Luke Adam) wollte dieser vor der Pausensirene nicht mehr fallen.

Im Mittelabschnitt hatten die Tigers in den Anfangsminuten zwei weitere, kurz aufeinander folgende, Villacher Powerplays zu überstehen. Bedingt durch ein erstes eigenes Überzahlspiel erarbeiteten sich die Niederbayern ab der Mitte des Drittels wieder ein spielerisches Übergewicht. Dies führte schließlich zum verdienten Ausgleichstreffer durch Taylor Leier. Danach gestaltete sich die Partie wieder offener und auch Villach zeigte sich offensiv wieder etwas aktiver. Schließlich ging es aber ohne weitere Tore in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel drängte Straubing von Beginn an auf den Führungstreffer. Und für den brauchte es letztlich keine fünf Minuten: JC Lipon fälschte einen Schuss von Ian Scheid zum 2:1 für die Gäste ab. Auch in der Folge blieben die Tigers die überlegene Mannschaft, verpassten trotz einiger guter Gelegenheiten aber die frühzeitige Entscheidung. Villach blieb zwar mit gelegentlichen Tempogegenstößen gefährlich, ein echtes Aufbäumen gegen das drohende Ausscheiden (Villach hätte einen Sieg nach 60 Minuten benötigt, um sich die Chance auf das Achtelfinale zu erhalten) war von den Österreichern aber nicht mehr zu sehen. Als Villachs Torhüter Jean-Philippe Lamoureux in den Schlussminuten seinen Platz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers räumte, traf Leier ins verwaiste Gehäuse und beseitigte damit die allerletzten Zweifel am Straubinger Achtelfinaleinzug.

Pokel: "Die Unterstützung unserer Fans war phänomenal"

Straubings Trainer Tom Pokel erklärte nach der Partie: „Das ist ein großartiger Erfolg für die gesamte Organisation. Auch die Unterstützung unserer Fans war phänomenal. Es war ein enges Spiel, in dem wir uns von Drittel zu Drittel gesteigert haben. Am Ende bin ich stolz auf die Jungs und das, was sie geleistet haben.“

Villach SV – Straubing Tigers 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

Villach: Lamoureux – Després, Kulda; Mattinen, Lindner; Joslin, Moderer – Tomazevic, Desjardins, Richter; Hughes, Collins, Sabolic; Lanzinger, Rauchenwald, Rebernig; Wallenta, Maxa, Grafenthin

Straubing: Miska – Manning, Scheid; Brandt, Lampl; Kohl, Bourque; Zimmermann, Klein – Tuomie, Connolly, Akeson; St. Denis, Adam, Turnbull; Leier, Zengerle, Lipon; Schönberger, Brunnhuber, Eckl

Tore: 1:0 (12:10) Sabolic (Desjardins, Hughes – PP1), 1:1 (33:03) Leier (St. Denis), 1:2 (44:41) Lipon (Scheid), 1:3 (59:42) Leier; Schiedsrichter: Stano (SVK), Smetana (AUT); Strafminuten: Villach 2, Straubing 8; Zuschauer: 2.600

 
 
 

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