Kairo/Nairobi - In Deutschland wird vor einer Sahara-Hitze in dieser Woche gewarnt - mit solchen Temperaturen leben aber viele Menschen in der Sahara und der arabischen Welt tagtäglich. In Aswan im Süden Ägyptens herrschten am Dienstag etwa Höchsttemperaturen um die 45 Grad Celsius.

Im Wüstenort Sabha in Libyen wurden 39 Grad gemessen, in Agadez im westafrikanischen Niger waren es 40 Grad. Nordafrika und der arabische Raum zählen zu den heißesten Regionen der Erde: In Mitribah in Kuwait, das an den Irak und an Saudi-Arabien grenzt, wurde 2016 die Höchstmarke von 54 Grad Celsius gemessen. Ouargla im Norden Algeriens kam vergangenen Juli etwa auf 51,3 Grad.

Etwas weiter südlich der großen Wüste wird es dann schon kühler: Denn südlich des Äquators ist momentan Winter. Schneien tut es zwar selten - außer vielleicht oben auf dem Kilimandscharo in Tansania oder in den Drakensbergen in Südafrika. Doch etwa in der kenianischen Hauptstadt Nairobi war es am Dienstag bewölkt mit maximal 20 Grad, im Urlaubsziel Kapstadt in Südafrika lagen die Höchsttemperaturen bei 18 Grad. Ohne Heizungen, richtiger Isolierung oder Doppelverglasung in den Häusern werden da schnell die Winterpullis und Schals ausgepackt.