Hilfeschreie aus dem Wald Stundenlange Suchaktion in Kelheim abgebrochen

, aktualisiert am 03.06.2021 - 09:20 Uhr
Großangelegte Personensuche der Polizei und weiterer Rettungskräfte am Mittwochnachmittag in Kelheim. Dort hatten Zeugen zuvor Hilfeschreie aus einem Waldstück gehört. Foto: News5

Am späten Mittwochnachmittag rückte ein Großaufgebot der Polizei zu einem Waldstück in Kelheim aus. Mehrere Zeugen hatten zuvor offenbar Hilfeschreie aus dem Waldstück gehört und sofort Alarm geschlagen.

Hat sich da etwa einen ganz üblen "Scherz" erlaubt? Auszuschließen ist es aktuell zumindest nicht. Am gestrigen Mittwoch hörten zwei Zeugen gegen 16 Uhr mindestens zwei Hilfeschreie aus dem westlichen Teil des Donauparks. Beide Zeugen befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf Höhe des Steinbruchs. Um auf Nummer sicher zu gehen, riefen die Zeugen, ob jemand Hilfe braucht. Die Antwort aus dem Dickicht war ein klares "Ja!". Danach herrschte Stille. Aus diesem Grund alarmierten die Zeugen völlig korrekt sofort die Polizei.

Was dann folgte, war eine stundenlange, großangelegte Suchaktion. Mit vereinten Kräften durchkämmten Polizei, Feuerwehr, BRK, Rettungshundestaffel und auch die Bergwacht das teils unwegsame Gelände. Das Gebiet erstreckte sich dabei auf die angrenzenden Waldstücke, den Kletterfelsen, das Donauufer bis hin zum Klösterl und dem Mountainbike-Trail der Befreiungshalle. Auch Ausflügler wurden dabei befragt. Doch niemand hatte etwas gehört oder etwas gesehen. 

Auch ein Polizeihubschrauber umkreiste das Gebiet großflächig und suchte es mit einer Wärmebildkamera ab. Doch auch hier war das Ergebnis negativ. Bis 22.15 Uhr dauerte die Suchaktion an. Da bis dahin keine hilflose Person gefunden wurde und auch keine Vermisstenmeldung bei der Polizei einging, wurde die Suche abgebrochen. 

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der örtlichen Kelheimer Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht Bayerwald, der Rettungshundestaffel Kelheim, der Polizeiinspektion Kelheim, der Bereitschaftspolizei Eichstätt, des Einsatzzuges Landshut und der Polizeihubschrauber an der Suche beteiligt. 

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading