Die fünf Segler hatten sie erst für ein Stück Treibholz gehalten, dass sich mit den Wellen vor der italienischen Insel Salina bewegte. Erst bei näherem Hinsehen erkannten Michael Weinmann und seine Freunde, dass sie es mit einer seltenen Karettschildkröte in Not zu tun hatten.

Der 34-jährige Landshuter Michael Weinmann hat eine große Leidenschaft: So oft es geht, chartert er ein Boot und besegelt die Meere und Seen der Welt. So auch im März diesen Jahres. Der Ausflug, sagt Weinmann, war bereits seit dem vergangenen Jahr geplant, ein Boot gebucht.

Gemeinsam verfolgte man seitdem ständig die neuesten Corona-Bestimmungen und die italienische Presse zu den Einreisebestimmungen in Italien. Von dort aus, vom Jachthafen Marina di Portorosa im Norden Siziliens, sollte der siebentägige Segelausflug rund um die liparischen Inseln starten.

Mit fünf negativen Corona-Tests im Gepäck stachen Michael Weinmann und seine vier Segel-Kollegen mit der "Caprera" schließlich am 20. März in See. Eine Woche lang segelte die Gruppe zwischen den liparischen Inseln umher und am letzten Tag, an dem die Segler das Boot bereits wieder zurückgeben mussten, passierte es ...