Es ist im Frühjahr ziemlich genau elf Jahre her, dass der Landshuter Polizist Manfred Thalkofer im Auftrag des "German Police Project Team" (GPPT) erstmals in der Nähe des zerschossenen Präsidentenpalasts in Kabul unterwegs ist. Als er und seine Kollegen auf eine Gruppe bettelnder Kinder treffen, bemerkt Thalkofer Akram, einen kleinen Jungen ohne Arme. Der bayerische Polizist gibt ihm in der staubigen Umgebung aus einer Wasserflasche zu trinken.

Diese Begegnung lässt Thalkofer nicht mehr los - aus dem Treffen vor elf Jahren vor dem Präsidentenpalast hat sich eine lange, sehr zarte Freundschaft über 6.500 Kilometer hinweg entwickelt. Mittlerweile gibt es wieder Neuigkeiten aus Afghanistan, der junge Mann hat an Thalkofer ein aktuelles Foto geschickt, auf dem er mit seiner Familie zu sehen ist. Keine Selbstverständlichkeit in einem Land, in dem Anschläge zum Alltag gehören.