Nach dreijähriger Bauzeit kann zumindest das Erdgeschoss des Landestormuseums ab August wieder besucht werden. Bis auch der erste und zweite Stock der Öffentlichkeit zugänglich wird, dauert es laut Kulturamtsleiterin Karin Stelzer noch drei bis fünf Jahre. Was jedoch dann die Besucher erwarten könnte, davon erhielten Donnerstagabend die Stadträte einen Eindruck. Das Grafenauer Büro "Atelier & Friends" stellte seine Ideen vor. Sie gleichen einer futuristischen Reise durch Furths Vergangenheit.

Futuristisch deshalb, weil mit Hilfe modernster Technik - unter anderem Augmented oder Virtual Reality sowie Projektionen - dem Besucher Furths ereignisreiche Geschichte nähergebracht werden könnte. So sprachen Geschäftsführer Markus Pühringer und dessen Mediengestalterin Veronika Bumberger unter anderem den Vorschlag an, im Aufgang des Stadtturms ein Teleskop zu platzieren; blickt ein Besucher hinein, könnte er mittels Videosequenzen Furth im Lauf der Jahrhunderte sehen. Ähnliches würde sich Pühringer für den Eingangsbereich der Abteilung "Heimat" vorstellen: Ein Modell der Stadt, anhand dessen der Besucher mittels Projektionen die herausragenden Ereignisse der Stadtgeschichte aufgezeigt bekommt. Eine regelrechte Erlebnislandschaft plant das Grafenauer Büro für den Bereich "Flucht und Vertreibung". Ein betretbarer Waggon, in dem die Sudetendeutschen einst nach Furth im Wald kamen, Exponate von damals und überaus kreativ integrierte Bildschirme, welche Fotos und Filmmaterial aus dieser Zeit zeigen, sollen das Leid und die Not der Vertriebenen "erlebbar machen", wie es Pühringer nannte. Für die Erstellung dieses Konzepts baute sein Büro auf den Erkenntnissen der Stadtmitarbeiterin Katharina Drescher-Seidl im Rahmen ihres Studiums, die sie unter den Titel "Heimat - Grenze - Drache" gestellt hatte, auf. Genau das sollen die Schlagworte für die Neugestaltung des Museums sein. Die Aufteilung plant Pühringer wie folgt: