Heimische Medienbranche vernetzen

Verband: Kooperation der Medien mit Internetriesen


Private und öffentlich-rechtliche Medien sollen bewusst im Wettbewerb stehen. Mit Netzgiganten wie Facebook, Amazon, Google haben sie aber längst mächtige Konkurrenz bekommen. Zeit für mehr Kooperation? (Symbolbild)

Private und öffentlich-rechtliche Medien sollen bewusst im Wettbewerb stehen. Mit Netzgiganten wie Facebook, Amazon, Google haben sie aber längst mächtige Konkurrenz bekommen. Zeit für mehr Kooperation? (Symbolbild)

Von dpa

Im Wettbewerb mit weltweiten Internet-Plattformen sollen öffentlich-rechtliche und private Medien nach Ansicht bayerischer Wirtschaftsverbände mehr kooperieren. Denkbar sei eine Zusammenarbeit etwa bei Technik, Innovationen sowie Aus- und Weiterbildung. Das könne ohne Gefahr für den inhaltlichen Wettbewerb im dualen Mediensystem geschehen, heißt es in einem Vorstoß der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).

Expertengruppen beider Seiten hätten sich dazu auf Initiative der vbw getroffen. Mit dabei seien der öffentlich-rechtliche Bayerische Rundfunk (BR), private Anbieter sowie die unter anderem für privates Radio und Fernsehen zuständige Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM).

Die heimische Medienbranche müsse weiter vernetzt werden gegenüber der Marktmacht globaler Internetkonzerne, sagte einer Mitteilung zufolge vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "Hier müssen gezielte Kooperationen einen entscheidenden Beitrag leisten."

Ergebnis der ersten Beratungen sei eine umfassende Analyse mit konkreten Empfehlungen für Aus- und Weiterbildung, Infrastruktur und Innovation sowie einen Archiv- und Rechercheverbund. Die Initiative soll bei den Medientagen München Ende Oktober (25. bis 29.10.) vorgestellt und diskutiert werden.